30 Kundgebungsteilnehmer*innen vor dem Bernau Amtsgericht

30 Menschen beteiligten sich an der gestrigen Kundgebung vor dem Amtsgericht Bernau. Unter dem Motto „Solidarität zeigen – Gemeinsam gegen Rasismus!“ begleitete die Kundgebung ein Strafverfahren gegen einen Mann aus Biesenthal der dort in den letzten Jahren immer wieder einen dunkelhäutigen Biesenthaler beleidigt, bedroht und angegriffen hat. Das Gerichtsverfahren ist nach eineinhalb Stunden vorläufig eingestellt worden, denn dem Angeklagten droht in einem anderen Gerichtsverfahren eine Haftstrafe. Diese Strafe würde deutlich höher ausfallen als bei dem gestrigen Verfahren zu erwarten war und dass führt im deutschen Rechtssystem nun zu der Aussetzung.

Gegenkundgebung! gegen das Sommerfest der AfD in Eberswalde

Die AfD versucht gar nicht mehr sich das Deckmäntelchen einer demokratischen Partei überzuwerfen. Im brandenburgischen Wahlkampf gibt sie sich keine Mühe, ihre rechtsradikale Gesinnung zu verstecken.
Für Sonntag, den 22.08. hat sich auf dem Eberswalder Marktplatz kein geringerer als der Faschist Björn Höcke, vom rechtsextremen „Flügel“ der AfD angekündigt. Begleitet wird er u.a. von der AfD Politprominenz wie Alexander Gauland aber auch vom Soldaten Hannes Gnauck, der für den Bundestag antritt und den der militärische Abschirmdienst der Bundeswehr fehlende Verfassungstreue attestiert. Jeder einzelne dieser rechten Hetzer wäre eine eigene Kundgebung wert!
Wir halten weiter daran fest: das Eberswalde der Zukunft soll eine Stadt der Solidarität, der Weltoffenheit und ohne Rassismus und Hetze sein. Unsere Alternative heißt Solidarität! Wir treffen uns ab 10:30 Uhr in Sicht und Hörweite zum Marktplatz am Kirchhang!

Solidarität zeigen – Gemeinsam gegen Rassismus!

Pressemitteilung und Einladung zur Kundgebung

Solidarität zeigen – Gemeinsam gegen Rassismus!
Prozess wegen eines rassistischen Angriffs in Biesenthal

Amtsgericht Bernau, Freitag 20.08.2021
Kundgebung 11-13 Uhr, Breitscheidstr. 50
Gerichtsverhandlung 11:45 Uhr

Ein Schwarzer Mann aus Biesenthal wurde im August 2018 von einem weißen Mann, den er nicht kannte, mit dem Fahrrad angerempelt und mit einem Fahrradschloss bedroht. In den drei Jahren seitdem beleidigte und bedrohte ihn derselbe Täter immer wieder, und zwar immer dann, wenn er ihn in Biesenthal allein traf. Die letzten aggressiven Sprüche und Bedrohungen fanden am 27.06. und 08.07.2021 statt.

Aufgrund der Anzeige des Angegriffenen gibt es nun einen Prozesstermin wegen Körperverletzung am Amtsgericht Bernau am Freitag, 20.8.2021, um 11:45 Uhr.

Die Gerichtsverhandlung nehmen wir zum Anlass, ein Zeichen gegen den alltäglichen Rassismus zu setzen, den Schwarze Menschen in Biesenthal, Bernau und vielen anderen Orten erleben müssen. Beleidigungen, Sprüche, „Affengeräusche“ und körperliche Angriffe gehören für Schwarze Menschen und People of Colour zum Alltag im Landkreis Barnim, wie die jährliche Chronik von „SOS Rassismus Barnim“ zeigt.

Die Angst, beleidigt oder angegriffen zu werden, ist vielen ein ständige Begleitung. Für viele auch gut meinende weiße Menschen ist es schwer, sich in diese dauerhafte emotionale Belastung hineinzuversetzen, die durch eine Vielzahl von „kleinen“ Erlebnissen ausgelöst wird.

Dagegen setzen wir uns ein für Solidarität und couragiertes Eingreifen gegen Rassismus. Alle sollen friedlich im Barnim (und überall) leben können. Respekt vor allen Menschen ist dafür die Voraussetzung.

Barnim für alle
10.08.2021

Chronik SOS Rassismus Barnim 2020 veröffentlicht!

Stop The Racist System - Demo vor der Ausländerbehörde 13.4.21

Wir veröffentlichen hier die Chronik rassistischer Vorfälle im Landkreis Barnim für das Jahr 2020:

Chronik SOS Rassismus Barnim 2020 als pdf

Rassismus will keinen Dialog, keine Vielfalt, kein friedliches Miteinander. Er will Hass auf andere und Dominanz über andere.
Solange es Rassismus gibt in unserer Gesellschaft, in unserem Umfeld, in unserer Nachbarschaft, vor allem aber in unseren eigenen Einstellungen, Vorurteilen, Denkmustern, können wir uns nicht teilnahmslos verhalten. Sondern wir entscheiden uns – jeden Tag, bewusst oder unbewusst, in unserem Handeln wie in unserem Nichthandeln –, wo wir stehen, auf welcher Seite wir stehen.
„Your silence will not protect you“, schrieb die amerikanische Aktivistin und Autorin Audre Lorde. Dein Schweigen wird dich nicht schützen. Nein, es reicht nicht aus, „kein Rassist“ zu sein. Wir müssen Antirassisten sein! (mehr…)

Bericht zur Demonstration vor der Barnimer Ausländerbehörde am 8. Juni 2021

english below
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Am 8. Juni 2021 demonstrierte `Barnim für alle‘ gemeinsam mit Geflüchteten des Landkreises Barnim und Freund*innen von Geflüchteten vor der Ausländerbehörde in Eberswalde. Von 12 bis 16 Uhr waren insgesamt 80 Menschen vor Ort, um zu protestieren. Die Geflüchteten fühlen sich durch das ihrer Meinung nach belastende Asylsystem und die schlechten Lebensbedingungen bedrängt. Die Geflüchteten haben oft Angst, sich gegen das lange, deprimierende Asylverfahren auszusprechen. Noch frustrierender ist das System der Duldung, das dafür sorgt, dass ein*e Geflüchtete*r nicht arbeiten oder Deutschkurse besuchen kann und damit die Integration behindert. (mehr…)

Demonstration an der Ausländerbehörde Eberswalde

08.06.2021 12-16 Uhr

Aufruf von der Gruppe ‚Barnim für Alle‘

Wir in der Gruppe „Barnim für alle“ laden ein, am Dienstag, den 8 Juni ab 12:00 mit uns vor der Ausländerbehörde in Eberswalde zu demonstrieren. Wir kritisieren die Verstöße und die Ungerechtigkeiten, denen Asylsuchende im Landkreis Barnim und in ganz Brandenburg systematisch ausgesetzt sind.
Aufgrund des bewussten Drucks von Ausländerbehörden gab es in letzter Zeit mehrere Selbstmorde und Abschiebungen. Dieser Druck äußert sich unter anderem darin, dass Geflüchtete, teilweise Jahre lang, keine Lebensperspektiven sondern Abschiebung, keine Beschäftigungsmöglichkeiten und keine Aufenthaltsberechtigung bekommen.

Noch mal haben wir eine Person verloren, diese mal wegen Abschiebung nach 22 Jahren. Obi war ein Geflüchteter aus Nigeria, der vor 22 Jahren nach Deutschland kam, um Sicherheit und Schutz zu suchen. Nach 22 Jahren wurde Obi am 25.05.21 nach Nigeria abgeschoben, ohne Geld, ohne Wohnsitz, ohne Perspektive. (mehr…)