50 Menschen auf Kundgebung in Bernau

Etwa 50 Menschen verammelten sich am 12. Dezember auf dem Bahnhofsvorplatz zu einer Kundgebung unter dem Motto „No one is an island“ (Aufruf). In mehreren Redebeiträgen ging es um Alltagsrassismus und Solidarität untereinander. Ein Abschiebestopp und eine Ende der Unterbingung in Massenunterkünften wurden gefordert.

Medienberichte:
Videobericht beim RBB
Bericht mit Fotos auf bernau-live.de
Moz-Artikel (leider hinter einer Bezahlschranke)

Zum 30. Todestag von Amadeu Antonio

Bild: Amadeu Antonio auf Moped

Am 06.12.2020 jährte sich die Ermordung von Amadeu Antonio durch einen Nazimob in Eberswalde zum 30. Mal. Die Gruppe Barnim für alle hat ein sehr sehenswertes einminütiges Video erstellt zum Thema: „Zum 30. Todestag von Amadeu Antonio wünsche ich mir…“, Dieses Video findet sich hier auf youtube.

Die Kampagne „Light Me Amadeu“ hatte in Kooperation mit der Stadt Eberswalde und dem Landkreis Barnim zum dezentralen Gedenken eingeladen – an der Gedenktafel (in der Eberswalder Str., unweit der Bushaltestelle „Eisenspalterei“) und zu einer corona-bedingt kleineren Gedenkveranstaltung am Todestag. Berichtet wurde z.B. von der tageszeitung und der Märkischen Oderzeitung

Über die Geschichte des Mordes, der Neonazi-Aktivitäten und des Rassismus in Eberswalde von 1990 bis heute gibt diese 15minütige Doku von rbb und zeit-online Aufschluss. Trotz umfangreicher Filmarbeiten mit der Gruppe „Barnim für alle“ wurde der aktuellere Teil leider sehr stark gekürzt und die Probleme des strukturellen Rassismus durch staatliche Organe u.a. weggelassen – trotzdem sehenswert, gerade was die Geschichte angeht.

„No one is an island“

Unter diesem Motto lädt die Initiative Bürger*innenasyl Barnim zu einer Kundgebung ein

12.12.2020 – 14 Uhr – Bahnhofsvorplatz Bernau

Weihnachten ist eigentlich eine Zeit, wo wir alle etwas zusammenrücken. Dieses Jahr ist das anders und deshalb besonders wichtig, aufeinander acht zu geben. Mit Maske und Abstand soll ein Treffen zum Austausch von Aktiven, Interessierten und Freunden möglich werden.

Gemeinsam stehen wir auf für Solidarität und gegen Rassismus (mehr…)

Aufstehen gegen Hass und Gewalt!

Eberswalde, Halle, Hanau, Kassel, Mölln … nur eine Auswahl von Orten, an denen rassistisch-motivierte Morde und Angriffe ein trauriger Teil der Stadtgeschichte sind. Es sind Orte und Ereignisse, die uns daran erinnern, dass noch nicht genug gegen menschenfeindliche Stimmung und Gesinnung getan getan worden ist und die uns auch weiterhin aufrütteln sollten, mehr zu tun. Denn nur zu oft vergessen wir, dass schon abfällige und ausgrenzende Blicke, Bemerkungen, Beleidigungen und Bedrohungen erste Alarmsignale für Alltagsrassismus sind. Wir wollen, dass sich alle Menschen gegen Rassismus und Diskriminierung positionieren, einschließlich jener, die nicht selbst von Rassismus und Diskriminierung betroffen sind bzw. diese erfahren haben!

Anlässlich des 30. Todestages von Amadeu Antonio möchte die Barnimer Kampagne „Light Me Amadeu“ in Kooperation mit der Stadt Eberswalde und dem Landkreis Barnim gemeinsam mit möglichst vielen Menschen ein deutliches Zeichen gegen Rassismus, Hass und Hetze, für Solidarität, Demokratie und Menschenrechte setzen. (mehr…)

Der Landkreis Barnim handelt völlig unverantwortlich

Abschiebungen und Heimunterbringung

In einem Artikel der Märkischen Oderzeitung vom 13.10.2020 verkündete der Landkreis Barnim in diesem Jahr bereits 6 Menschen abgeschoben zu haben. Abschiebungen sind unmenschlich und die Angst davor verursacht sehr viel Leid. Trotz der weltweiten Covid19-Pandemie Abschiebeflüge zu organisieren ist unverantwortlich.
Die Initiative „Barnim für alle“ fordert vom Landkreis einen sofortigen Abschiebestopp. Die für Abschiebungen zuständigen MitarbeiterInnen der Ausländerbehörde sollten stattdessen in der Gesundheitsbehörde bei der Bekämpfung der Covid19-Pandemie eingesetzt werden. (mehr…)

Biesenthal: 300 Menschen spazieren gegen Rassismus

Unter dem Motto „Biesenthal bleibt bunt! Für ein kreatives und freundliches Miteinander in Biesenthal und überall“ gingen heute über 300 Erwachsene und Kinder, ältere und jüngere, „neue“ und „alte“ Biesenthaler*innen mit vielen bunten Luftballons auf die Straße und setzten ein deutliches Zeichen gegen Rassismus in der 6000-Einwohner*innen-Stadt. (mehr…)