Refugees Welcome Barnim http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de Flüchtlinge Willkommen im Barnim Sat, 12 Jun 2021 13:00:30 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Bericht zur Demonstration vor der Barnimer Ausländerbehörde am 8. Juni 2021 http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2021/06/12/bericht-zur-demonstration-vor-der-barnimer-auslaenderbehoerde-am-8-juni-2021/ http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2021/06/12/bericht-zur-demonstration-vor-der-barnimer-auslaenderbehoerde-am-8-juni-2021/#comments Sat, 12 Jun 2021 12:53:08 +0000 refugeeswelcomebarnim Allgemein http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2021/06/12/bericht-zur-demonstration-vor-der-barnimer-auslaenderbehoerde-am-8-juni-2021/ english below
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Am 8. Juni 2021 demonstrierte `Barnim für alle‘ gemeinsam mit Geflüchteten des Landkreises Barnim und Freund*innen von Geflüchteten vor der Ausländerbehörde in Eberswalde. Von 12 bis 16 Uhr waren insgesamt 80 Menschen vor Ort, um zu protestieren. Die Geflüchteten fühlen sich durch das ihrer Meinung nach belastende Asylsystem und die schlechten Lebensbedingungen bedrängt. Die Geflüchteten haben oft Angst, sich gegen das lange, deprimierende Asylverfahren auszusprechen. Noch frustrierender ist das System der Duldung, das dafür sorgt, dass ein*e Geflüchtete*r nicht arbeiten oder Deutschkurse besuchen kann und damit die Integration behindert.

Die Abschiebung eines Nigerianers (Obi) am 26. Mai, der 22 Jahre im Barnim lebte, schockierte die Barnim-Geflüchteten sehr. Es ist offensichtlich, dass das Asylsystem nicht funktioniert, sondern das Leben von Geflüchteten zerstört, die ohnehin schon verletzlich sind. Zur Kundgebung reisten Menschen aus verschiedenen Übergangswohnheimen an. Sie sehen die Aktivitäten der Gruppe `Barnim für alle‘ als Chance, aus der Isolation in den Wohnheimen auszubrechen. Ein Geflüchteter aus dem Sudan meldete sich spontan zu Wort und sagte, dass sie eine Chance bekommen wollen, zur Wirtschaft beizutragen: „Wir sind jung und stark und wir bringen eine andere Art von Erfahrung in die Arbeitswelt ein, gebt uns eine Chance“. Ein anderer beschwerte sich: „Wie lange werden wir in den Lagern schlafen, wir sollten die Sprache lernen und uns in die Gesellschaft integrieren können“.

Ein Höhepunkt der Demonstration war eine Reihe von weißen T-Shirts, die auf dem Gelände aufgehängt waren. Diese T-Shirts sind unerwünschter Abfall aus einer Packstation in Biesenthal, die Hilfsgüter für Geflüchtete in Griechenland verpackt und verschickt. Die weiße Kleidung wird aussortiert weil sie in den Lagern zu schnell schmutzig wird und für die Geflüchteten nicht gut genug ist. Es ist offensichtlich, dass den Behörden bewusst ist, dass die Bedingungen in den Flüchtlingsunterkünften unerträglich sind: „Wenn die Bedingungen für weiße Kleidung so schmutzig und unhygienisch sind, wie sieht es dann für die Menschen aus, die dort leben müssen?“. Im Barnim ist die Situation nicht anders. Diese traurigen Lebensbedingungen der Geflüchteten in den oft isolierten Unterkünften beklagten die Geflüchteten immer wieder und schlossen sich einer Kampagne an, die die Schließung der Lagers fordert. Barnim-Geflüchtete und Die Gruppe ‚Barnim für Alle‘ erklären ihre völlige Ablehnung dieser Politik und wollen dafür kämpfen, dass sich die Gesetze ändern. Sie fordern das Recht auf Aufenthalt und Bewegungsfreiheit für jeden Menschen.

Medienberichte

RBB Fernsehbericht Minute 22:28 bis 23:01

Artikel in der Märkischen Oderzeitung

Sendung: Antenne Brandenburg, 08.06.2021, 16:30

Kontakt:
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http://b-asyl-barnim.de
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Kleine, große und Dauerspenden (z.B. 10€ pro Monat) für die politische Arbeit sind sehr willkommen.
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Report on the demonstration in front of the Barnim Foreigner Authority on June 8, 2021

On June 8, 2021 ‚Barnim für alle‘ demonstrated together with refugees of the Barnim district and friends* of refugees in front of the foreigners authority in Eberswalde. Between 12 and 16 o‘clock, a total of 80 people were on site to protest. The refugees feel oppressed by what they see as a burdensome asylum system and poor living conditions. Refugees are often afraid to speak out against the long, depressing asylum process. Even more frustrating is the system of ‚Duldung‘ (toleration), which ensures that a refugee cannot work or attend German courses, thus hindering integration. The deportation of a Nigerian (Obi) on May 26th, who lived in Barnim for 22 years, terribly shocked the Barnim refugees. It is obvious that the asylum system does not work, but destroys the lives of refugees who are already vulnerable. People from various transitional housing centers traveled to the rally. They see the activities of the group ‚Barnim für Alle‘ as a chance to break out of the isolation in the hostels. A refugee from Sudan spontaneously spoke up and said that they want to get a chance to contribute to the economy: „We are young and strong and we bring a different kind of experience to the world of work, give us a chance.“ Another complained, „How long will we sleep in the camps, we should be able to learn the language and integrate into society.“
A highlight of the demonstration was a series of white T-shirts hung on the grounds. These T-shirts are unwanted waste from a packing station in Biesenthal that packs and sends aid to refugees in Greece. The white clothes are sorted out because they get dirty too quickly in the camps and are not good enough for the refugees. It is obvious that the authorities are aware that the conditions in the refugee shelters are unbearable: „If the conditions for white clothes are so dirty and unhygienic, what does it look like for the people who have to live there?“. In Barnim, the situation is no different. These sad living conditions of the refugees in the often isolated shelters, the refugees complained again and again and joined a campaign demanding the closure of the camps. Barnim Refugees and The Group ‚Barnim für Alle declare
their complete rejection of this policy and want to fight for the laws to change. They demand the right to stay and freedom of movement for everyone.

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Medienberichte

RBB Fernsehbericht Minute 22:28 bis 23:01

Artikel in der Märkischen Oderzeitung

Sendung: Antenne Brandenburg, 08.06.2021, 16:30

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Demonstration an der Ausländerbehörde Eberswalde http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2021/06/03/186/ http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2021/06/03/186/#comments Thu, 03 Jun 2021 16:52:00 +0000 refugeeswelcomebarnim Allgemein http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2021/06/03/186/

08.06.2021 12-16 Uhr

Aufruf von der Gruppe ‚Barnim für Alle‘

Wir in der Gruppe „Barnim für alle“ laden ein, am Dienstag, den 8 Juni ab 12:00 mit uns vor der Ausländerbehörde in Eberswalde zu demonstrieren. Wir kritisieren die Verstöße und die Ungerechtigkeiten, denen Asylsuchende im Landkreis Barnim und in ganz Brandenburg systematisch ausgesetzt sind.
Aufgrund des bewussten Drucks von Ausländerbehörden gab es in letzter Zeit mehrere Selbstmorde und Abschiebungen. Dieser Druck äußert sich unter anderem darin, dass Geflüchtete, teilweise Jahre lang, keine Lebensperspektiven sondern Abschiebung, keine Beschäftigungsmöglichkeiten und keine Aufenthaltsberechtigung bekommen.

Noch mal haben wir eine Person verloren, diese mal wegen Abschiebung nach 22 Jahren. Obi war ein Geflüchteter aus Nigeria, der vor 22 Jahren nach Deutschland kam, um Sicherheit und Schutz zu suchen. Nach 22 Jahren wurde Obi am 25.05.21 nach Nigeria abgeschoben, ohne Geld, ohne Wohnsitz, ohne Perspektive.

Wir als Gruppe ‚Barnim für Alle‘ erklären unsere völlige Ablehnung dieser Politik und wollen dafür kämpfen, dass sich die Gesetze verändern. Wir fordern das Recht auf Aufenthalt und Bewegung für jeden Menschen. Deshalb demonstrieren wir vor der Ausländerbehörde.
Alle sind eingeladen, daran teilzunehmen!

Wir sind alle Salah!
Wir sind alle Obi!

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Am 8. Mai auf dem Weg der Würde http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2021/05/16/am-8-mai-auf-dem-weg-der-wuerde/ http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2021/05/16/am-8-mai-auf-dem-weg-der-wuerde/#comments Sun, 16 May 2021 16:20:51 +0000 refugeeswelcomebarnim Allgemein http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2021/05/16/am-8-mai-auf-dem-weg-der-wuerde/ Am 8. Mai, dem Tag der Befreiung, beteiligten sich etwa 30 Erwachsene und 15 Kinder an einer Fahrradtour durch Biesenthal. Dabei besuchten die Teilnehmer*innen die sieben Gedenkstelen des Weges der Würde. Zudem legten sie auch am Denkmal der Opfer des Faschismus und am Haus in der Breiten Str. 59 einen Halt ein.


Am Denkmal der Opfer des Faschismus wurde unter anderem an das Schicksal der Wehrmachstdeserteure erinnert. Im März oder April 1945 in Biesenthal erkundigten sich drei junge Wehrmachtssoldaten nach dem Weg Richtung Lobetal. Später fand man sie in einer Scheune am der Kirschallee erhangen, was als Strafe für Desertion gedeutet wurde.


An der Stele für den niederländischen Diplomaten Adrianus Millenaar, der in der Neuen Mühle wohnte und vielen Zwangsarbeiter*innen und KZ-Gefangenen half, wurde eine Grusswort seiner Tochter Adriana H. Millenaar Brown verlesen:

Liebe Biesenthaler Radfahrer*innen!
Es macht mir grosse Freude Euch zu begrüssen an diesem so bedeutungsvollen 8. Maitag 2021. Vor allem bin ich froh und sehr geehrt, dass Ihr an der Stele für meinen Vater: Adrianus Millenaar, halt macht und an ihn erinnert, der in den vierziger Jahren so viel wie er nur konnte den holländischen Zwangsarbeitern half. Diese Zwangsarbeiter und auch die Gefangenen, die im KZ Sachsenhausen sich nach Freiheit sehnten, hat mein Vater jahrelang versucht irgendwie zu befreien, jedenfalls dies zu unterstützen.
Gerne wuerde ich mit Euch fahren, so wie ich das damals in 1942, ’43 oder ’44 versuchte als 4- oder 5- oder 6-Jährige und ich auf ein erwachsenes, riesiges Fahrrad stieg, und immer weiter trampelte bis ich in den Stacheldraht fuhr und dann wie verrückt vor Schmerz schrie. Eine grosse Narbe habe ich noch immer am linken Arm.
Jetzt begrüsse ich Euch und bin dankbar, dass Ihr Biesenthaler den Befreiungstag feiert und so die Zwangsarbeiter*innen aus Biesenthal und der Umgebung ehrt. Ich danke Euch und werde aus Amerika an Euch am 8. Mai denken.

Alles Gute und seid mit Frieden gesegnet.
Adriana H. Millenaar Brown


Im Haus in der Breiten Str. 59 betrieb das jüdische Ehepaar Borchert ein Milch- und Buttergeschäft und wohnte dort mit ihren 3 Söhnen. Bis 1936 konnten sie ihr Geschäft halten. Die ganze Familie wurde von der Gestapo verhaftet, ins KZ Auschwitz deportiert und dort ermordet.


Die Stadtchronistin der Stadt Biesenthal Frau Poppe, die mit ihren Recherchen die Gedenktour erst möglich gemacht hat, legte an jeder Stele eine Blume nieder.


Die Stele mit einer Taube erinnert an das KZ-Aussenlager das sich zwischen Biesenthal und dem Hellsee befand.

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Radeln für alle http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2021/05/16/radeln-fuer-alle/ http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2021/05/16/radeln-fuer-alle/#comments Sun, 16 May 2021 12:50:05 +0000 refugeeswelcomebarnim Allgemein http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2021/05/16/radeln-fuer-alle/

RADELN FÜR ALLE

Wir rufen euch dazu auf, verrückt, aktiv und engagiert zu sein für eine tolle Initiative und euren eigenen Körper!
Macht mit bei unserer Spendenaktion für Barnim für alle und umradelt die Landesgrenze von Barnim!

WANN?
In dem Zeitraum vom 17.Mai – 13.Juni dürft ihr euch einen oder mehrere Tage selbst aussuchen.

WIE?
Mit dem Fahrrad, dem Einrad, dem Lastenrad, dem Tandem oder Ähnlichem.

WAS?
Für einen guten Zweck in kleinen Teams die Barnimer Landesgrenze umfahren.

MIT WEM?
Mit einer oder zwei Personen aus eurem näheren Umfeld (Corona-konform).

WO?
Einmal um Barnim rum: circa 200km (am Stück oder in Etappen) durch Wälder und Biohöfe.

WOZU?
Um Spenden für Barnim für alle zu sammeln (Empfehlung: 20€ Startgebühr pro Person)

Bei Interesse an Isabelle Krause und Juliette Ferrère schreiben.

Spendenkonto:
Barnim für alle
IBAN: DE 78 1705 2000 1110 0262 22
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8. Mai 1945 – Gedenken in Biesenthal http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2021/05/01/8-mai-1945-gedenken-in-biesenthal/ http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2021/05/01/8-mai-1945-gedenken-in-biesenthal/#comments Sat, 01 May 2021 16:40:14 +0000 refugeeswelcomebarnim Allgemein http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2021/05/01/8-mai-1945-gedenken-in-biesenthal/

Am 8. Mai 1945 kapitulierte die deutsche Wehrmacht. Das war das Ende des deutschen Faschismus und des Vernichtungskrieges dem 70 Millionen Menschen zum Opfer fielen.

Auch Biesenthal war in dieser Zeit ein Ort des Grauens. Jüd*innen wurden entrechtet, enteignet und in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert und dort ermordet. Menschen aus ganz Europa wurden in Biesenthal interniert um hier Zwangsarbeit zu verrichten und es gab ein Außenlager des Konzentrationslagers Sachsenhausen.

Wir wollen uns an diese Geschichte erinnern und den Opfern gedenken. Wir besuchen mit einer Fahrradtour die Gedenkstelen („Weg der Würde“, https://zukunft-durch-erinnerung.de/) die uns an Orte der Zwangsarbeit und des Konzentrationslagers erinnern. An den Stelen und auch am Denkmal für die Opfer des Faschismus und am Haus einer jüdischen Familie die nach Auschwitz deportiert wurde, wollen wir stoppen um Blumen abzulegen und mit kurzen Redebeiträgen auf die Geschichte dieser Orte eingehen.

Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg

Beginn: 15 Uhr am Bahnhof Biesenthal, Dauer der Tour ca. 3 Stunden

Laut Brandenburger Corona-Verordnung dürfen nur stationäre Kundgebungen stattfinden. Auf diesen achten wir darauf, dass wir die Corona-Schutzmassnahmen einhalten, also den Mindestabstand von 1,5 m einhalten und alle Teilnehmer*innen Masken tragen. Auf dem Weg zwischen den Kundgebungsorten dürfen wir nicht als großer Pulk fahren sondern in Kleingruppen.

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Bericht von ‚Barnim für alle‘ über die Demonstration am 13.04.21 http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2021/04/14/100-demonstrantinnen-vor-der-barnimer-auslaenderbehoerde/ http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2021/04/14/100-demonstrantinnen-vor-der-barnimer-auslaenderbehoerde/#comments Wed, 14 Apr 2021 11:22:45 +0000 refugeeswelcomebarnim Allgemein http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2021/04/14/100-demonstrantinnen-vor-der-barnimer-auslaenderbehoerde/ If you are in crisis or suicide is a difficult topic for you right now, please take care of yourself if you want to read this text right now. Anonymous counselling at:
https://www.berliner-krisendienst.de/en oder https://www.berliner-notruf.de

Wenn du in einer Krise bist oder Suizid gerade für dich ein schwieriges Thema ist, bitte achte auf dich, ob du diesen Text gerade lesen möchtest. Anonyme Beratung unter: https://www.berliner-krisendienst.de oder https://www.berliner-notruf.de

Am 13. April 2021 demonstrierten ca. 150 Bürger*innen gemeinsam mit Geflüchteten des Landkreises Barnim vor der Ausländerbehörde in Eberswalde gegen das, was sie als rassistisches System bezeichnen.
Anlass für die Demo war der Suizid von Salah Tayar am 11. März. Durch den gezielten Druck und die systematischen Übergriffe der Ausländerbehörde haben Geflüchtete oft keine Lebensperspektive, wie z.B. Arbeit oder Aufenthaltserlaubnis, und oft über Jahre. Einige der Redner*innen bezeichneten die Situation als hoffnungslos, während andere betonten, dass ihr Leben auf der Kippe steht.
Selbstmord ist eine der vielen Folgen des Lebens unter dem ständigen Druck der Behörden, Alkoholismus und Drogenkonsum eine andere. Noch schlimmer ist die Situation für die Kinder der Geflüchteten. Sie fragen sich, wann das alles ein Ende haben wird.
Eine der Aussagen, die heraus stach, war: „Wir sind geflohen, um sicher zu leben, aber nur, um hierher zu kommen und unser Leben zu verlieren“ Ein*e andere*r kritisierte die Praxis der ‚Duldung‘ und bezeichnete sie als Todesurteil für ein ohnehin schon schlechtes Leben. Mit einer Duldung kann man nicht arbeiten, lernen, eine Wohnung finden oder ein menschenwürdiges Leben weiterführen.
Die Barnimer Ausländerbehörde muss die Geflüchteten ohne Stress leben lassen und ein gutes Zusammenleben ermöglichen!

Medienberichte:
RBB-Fernsehen (ab 3:24 min)
TAZ-Artikel
MOZ-Artikel

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report from ‚Barnim für alle‘ about demonstration on 13th of April 21

On the 13th of April 2021 approximately 150 citizens together with refugees of Landkreis Barnim demonstrated against what they call a racist system in front of the Ausländerbehörde in Eberswalde.
The reason for the demonstration was the suicide of Salah Tayar on 11 March. Due to deliberate pressure and systemic violation by the Ausländerbehörde, refugees often have no life prospects for example employment or residence permits, often for years. Some of the refugees called it a hopeless situation while others boldly stated that their lives were on the line.
Suicide is one of the many outcomes of living under the constant pressure from the authorities, alcoholism and drug use another. The situation is even worse for the children of refugees. They questioned when will all this end.
One of the message that stood out is „We ran away for safety but only to come here and lose our lives“ Another criticised the practice of ‚Duldung‘ terming it as a death sentence for an already bad life. With a Duldung, one cannot work, learn, find housing or continue living a decent life. The Barnim Ausländerbehörde has to let the refugees live free from stress and facilitate a good living together.

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http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2021/04/14/100-demonstrantinnen-vor-der-barnimer-auslaenderbehoerde/feed/
500 Menschen protestierten am Flughafen Schönefeld gegen Abschiebung nach Afghanistan http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2021/04/12/500-menschen-protestierten-am-flughafen-schoenefeld-gegen-abschiebung-nach-afghanistan/ http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2021/04/12/500-menschen-protestierten-am-flughafen-schoenefeld-gegen-abschiebung-nach-afghanistan/#comments Sun, 11 Apr 2021 22:45:32 +0000 refugeeswelcomebarnim Allgemein http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2021/04/12/500-menschen-protestierten-am-flughafen-schoenefeld-gegen-abschiebung-nach-afghanistan/ Unter der Federführung des brandenburger Innenministeriums wurden am 7. April 20 Menschen ins Bürgerkriegsland Afghanistan abgeschoben. Dagegen protestierten etwa 500 Menschen direkt am Flughafen Schönefeld. Dabei versuchten einige mit Blockaden die Abschiebungen zu verhindern.

Berichte dazu in der Märkischen Oderzeitung, in der TAZ , beim RBB und im Tagesspiegel

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13.04. Kundgebung vor der Ausländerbehörde in Eberswalde http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2021/04/06/13-04-kundgebung-vor-der-auslaenderbehoerde-in-eberswalde/ http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2021/04/06/13-04-kundgebung-vor-der-auslaenderbehoerde-in-eberswalde/#comments Tue, 06 Apr 2021 16:07:05 +0000 refugeeswelcomebarnim Allgemein http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2021/04/06/13-04-kundgebung-vor-der-auslaenderbehoerde-in-eberswalde/ Am 13. April 2021 ruft die Initiative „Barnim für alle“ zu eine Kundgebung vor der Ausländerbehörde in Eberswalde auf. Die Kundgebung findet von 12:00 – 17:00 Uhr an der Ecke Pfeilstraße/Schicklerstraße statt.

Aufruf von der Gruppe ‚Barnim für Alle‘

Wir in der Gruppe „Barnim für alle“ laden ein, am Dienstag, den 13. April ab 12:00 mit uns vor der Ausländerbehörde in Eberswalde zu Demonstrieren. Wir kritisieren die Verstöße und die Ungerechtigkeiten, denen Asylsuchende im Landkreis Barnim und in ganz Brandenburg systematisch ausgesetzt sind.

Aufgrund des bewussten Drucks von Ausländerbehörden gab es in letzter Zeit mehrere Selbstmorde. Dieser Druck äußert sich unter anderem darin, dass Geflüchtete, teilweise Jahre lang, keine Lebensperspektiven, keine Beschäftigungsmöglichkeiten und keine Aufenthaltsberechtigung bekommen.

Salah war ein Geflüchteter aus dem Tschad, der vor fast acht Jahren nach Deutschland kam. Er floh vor Folter und vor der Unterdrückung und Politik der tschadischen Regierung unter der Führung von Diktator Idriss Deby. Er kam nach Deutschland, um Sicherheit und Schutz vor Verfolgung zu suchen aber sein Asylantrag wurde abgelehnt. Als er Berufung einlegte, wurde diese vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge abgelehnt. Salah lebte unter uns als ruhiger und guter Mensch. Er entschied sich auf Grund seiner aussichtslosen Lage durch Selbstmord sein leben zu beenden.

Es gibt eine Gruppe von Geflüchteten, die noch leben, aber unter den gleichen Bedingungen wie Salah leiden. Diese Menschen haben wenig Hoffnung auf Perspektiven und sie erleben alltägliche Ungerechtigkeit durch rassistischen und systematischen Druck der Behörden. Es gibt viele junge geflüchtete Menschen, die anstatt ausgebildet zu werden oder zu arbeiten, alkohol- und drogenabhängig geworden sind. Diese Politik, die sich in dieser Härte besonders in Deutschland und im Barnim zeigt, ist das Ergebnis der Asylpolitik der Europäischen Union.

Wir als Gruppe ‚Barnim für Alle‘ und als in der Region lebende Geflüchtete erklären unsere völlige Ablehnung dieser Politik und wollen dafür kämpfen, dass sich die Gesetze verändern. Wir fordern das Recht auf Aufenthalt und Bewegung für jeden Menschen. Deshalb demonstrieren wir vor der Ausländerbehörde. Alle sind eingeladen, daran teilzunehmen!

Wir sind alle Salah!

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400 Menschen gegen Rassismus in Eberswalde – „Wir sind alle Salah!“ http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2021/03/21/400-menschen-gegen-rassismus-in-eberswalde-wir-sind-alle-salah/ http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2021/03/21/400-menschen-gegen-rassismus-in-eberswalde-wir-sind-alle-salah/#comments Sun, 21 Mar 2021 18:32:21 +0000 refugeeswelcomebarnim Allgemein http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2021/03/21/400-menschen-gegen-rassismus-in-eberswalde-wir-sind-alle-salah/

400 Menschen haben heute in Eberswalde gegen das ungerechte Asylsystem und den strukturellen Rassismus in Deutschland demonstriert. Der 21.03. ist der internationale Tag gegen Rassismus – trauriger Anlass an diesem Tag war der Tod von Salah Tayyar aus dem Tschad. Nach acht Jahren in Deutschland war er ohne sichere Aufenthaltsperspektive und hat keinen anderen Ausweg mehr gesehen und sich am 11.03. das Leben genommen.
Angehörige und Freund*innen, Aktivist*innen der Gruppe „Barnim für alle“ und anderer Geflüchteten-Gruppen aus Brandenburg und Berlin hielten teils kämpferische, teils nachdenkliche Reden auf dem Bahnhofsvorplatz. Im Anschluss kamen 200 Menschen vor das Haus im Brandenburgischen Viertel in Eberswalde, in dem Salah gewohnt hatten, um an ihn zu erinnern.

Yahia Mohammed, ein Cousin des Verstorbenen, lebt in Berlin und will die Kundgebung am Bahnhof eröffnen. Aber die Gefühle lassen das nicht zu. Nach wenigen Worten versagt ihm die Stimme – angesichts des Todes von Salah, und der anteilnehmenden Menge fehlen ihm die Worte, er gibt an den nächsten Redner weiter.

Mustafa Hussein ist nicht nur traurig, sondern auch richtig wütend. „Wir erleben hier in Eberswalde soviel Rassismus: in der Ausländerbehörde, beim Sozialamt, bei den Ämtern und auf der Straße – jeden Tag!“. Er ist politischer Aktivist aus dem Sudan und selbst wie Salah und viele andere Anwesende im Klageverfahren gegen die Ablehnung seines Asylantrags. Wie so viele andere kennt er nur zu gut den Druck, die Ungewissheit und die tägliche Angst wegen der unklaren Perspektive. Für ihn und die anderen geflüchteten Aktivist*innen ist klar, dass dieser Druck, diese Angst Salah in den Suizid getrieben haben. „Wir sind alle Salah!“ ist deshalb das Motto der Kampagne. Auf einem Plakat zerstört eine Faust eine sogenannte „Duldung“ – die Art von Ausweis, den viele Geflüchtete bekommen und mit dem sie kaum Rechte haben. „Stop Duldung! Stop making fear!“ steht darauf.

Noch wütender und enttäuschter ist Ahmed Rahama, ebenfalls aus dem Sudan. Er sagt in seiner Rede:„Fuck Asylsystem! Die Lage ist für mich einfach eskaliert. Ich habe keine Hoffnung mehr in Deutschland zu leben. Fuck Ausländerbehörde! Fuck struktureller Rassismus in Deutschland!“.
Fiona Kisoso aus Kenia beginnt ihre Rede mit ruhigen Worten: „Normalerweise habe ich viel Power, wenn ich eine Rede halte. Diesmal fehlt mir die Energie, es hat mich zu traurig gemacht. Ich brauche die Energie von euch!“ Sie animiert die Menge zu Sprechchören und plötzlich scheint doch sehr viel Energie von ihr selbst zu kommen. Sie sagt: „Wir wollen nur Chancengleichheit. Wir wollen eine Chance, uns zu integrieren, zu arbeiten, zur Schule zu gehen, ohne von den Behörden schikaniert und gestresst zu werden.“
Aziza Al Sharwi fragt: „Wieviele Salahs brauchen wir, um die ungerechten Gesetze zu ändern?“

Viele Schwarze Aktivist*innen haben etwas zu sagen, der Tod von Salah berührt viele, einige sind aus Potsdam, Berlin oder Brandenburg/Havel angereist. Danach begeben sich immer noch gut 200 Menschen zum Haus des Verstorbenen in einem sechstöckigen Plattenbau im Brandenburgischen Viertel, am Stadtrand von Eberswalde. Aufgrund der Corona-Beschränkungen hatte die Polizei keine Demonstration erlaubt, nur „ortsfeste“ Kundgebungen.

Vor dem Haus in der Senftenberger Str. 4 bittet der Cousin des Toten zunächst die anwesenden muslimischen Gläubigen nach vorn zum Gebet. Nach einem darauf folgenden Moment der Stille geht Salah Bechir, ein Freund von Salah Tayyar, ans Mikrofon, um aus dessen Leben zu erzählen. „Salah hatte einen Traum, mit dem er nach Deutschland kam. Sein Traum war es für seine Familie sorgen zu können. Er hatte zwei Kinder und eine Frau im Tschad, die er seit vielen Jahren nicht sehen konnte. Er floh vor dem Militärgefängnis aus dem Tschad nach Libyen. Libyen musste er wegen des Krieges verlassen.“ Er beschreibt ihn: „Salah war ein stiller, bescheidener Mensch. Dabei war er freundlich und immer sehr hilfsbereit.“

Eric von Welcome United, der aus Brandenburg/ Havel angereist ist, erklärt: „Wir alle kommen mit Träumen hierher. Unser Traum ist es, ein normales Leben in diesem Land zu führen. Unser Traum ist in Freiheit zu leben.“

Die Gruppe „Barnim für alle“ kündigte zum Abschluss eine weitere Kundgebung an einem Dienstag in den nächsten Wochen vor der Barnimer Ausländerbehörde an.

Pressespiegel:

Fotos beim Umbruch-Bildarchiv

Online-Artikel bei bernau-live.de mit vielen Fotos

Artikel im Neuen Deutschland

Artikel im Neuen Deutschland über einem anderen Selbstmord mit Erwähnung von Salah

Artikel in der Märkischen Oderzeitung

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http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2021/03/21/400-menschen-gegen-rassismus-in-eberswalde-wir-sind-alle-salah/feed/
Salah Tayyar ist tot – Wir sind alle Salah! http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2021/03/16/salah-tayyar-ist-tot-wir-sind-alle-salah/ http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2021/03/16/salah-tayyar-ist-tot-wir-sind-alle-salah/#comments Tue, 16 Mar 2021 13:27:10 +0000 refugeeswelcomebarnim Allgemein http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2021/03/16/salah-tayyar-ist-tot-wir-sind-alle-salah/ Eine Erklärung und ein Aufruf der Gruppe Barnim Für alle

Demonstration Sonntag, 21.3.21, 13 Uhr, Eberswalde Hbf

A statement and an appeal of the group ‚Barnim für Alle‘
Salah Tayyar dead!!!!!
We are all Salah!

Demonstration Sunday, 21.3.21, 13 o‘clock, Eberswalde main station

‫للجميع‬ ‫بارنيم‬ ‫مجموعة‬ ‫من‬ ‫ونداء‬
‫طاهر‬ ‫صالح‬ ‫‪.‬وفاة‬


اعلامیه و فراخوانی از گروه بارنیم برای همه
صلاح تیار درگذشت…
همه ما صلاح هستیم!

تظاهرات یکشنبه،21 مارس ، 1 بعد از ظهر

Salah Tayyar, ein Geflüchteter aus dem Tschad, nahm sich am Donnerstag, den 11.03.2021, in seinem Wohnhaus in der Stadt Eberswalde im Landkreis Barnim das Leben. Grund dafür ist der psychologische Druck, dem er lange Zeit vom deutschen Asylsystem ausgesetzt war. Er hat Verwandte und Freunde in Deutschland, wir stehen mit ihnen in Kontakt.
Die Verwandten und Freunde brauchen unsere Solidarität. Wir wollen auch finanziell solidarisch sein. Freunde und Familienmitglieder brauchen Geld für die anfallenden Kosten für eine Beerdigung oder für die Überführung des Körpers (das ist noch nicht klar).
Salah litt unter dem starken Druck der üblichen Asylverfahren. Er wusste, dass er im April zum Gericht musste, weil er gegen die Ablehnung des Asylantrages durch das BAMF geklagt hatte. Er wusste, dass Menschen aus dem Tschad kaum Chancen auf Anerkennung haben.
Als Geflüchtete haben wir eine klare Meinung über den Selbstmord dieses jungen Mannes, der während seines Aufenthalts in Deutschland fast 8 Jahre lang ohnesicheren Aufenthaltstitel an der Ungewissheit gelitten hat. Dieser Druck führte zu seinem Selbstmord. Diesem Druck ist eine große Gruppe von Geflüchteten im Barnim und ganz Deutschland ausgesetzt.
In Brandenburg lebende Geflüchtete sind an allen öffentlichen Orten täglichem Rassismus ausgesetzt, zusätzlich zu dem Rassismus, der im gesamten Land jeden Tag eskaliert. Anzeigen von rassistischen Vorfälle haben in letzter Zeit zugenommen.
Die Verantwortung für Salahs Selbstmord tragen die deutsche Regierung, das Land Brandenburg und die lokale Verwaltung im Landkreis Barnim. Wir erklären unsere volle Solidarität mit seiner Familie und seinen Freunden.
Salahs Fall ist der eines Opfers des Asylsystems, eines rassistischen Regimes, das Geflüchtete so lange verfolgt und unter Druck setzt, bis sie den Selbstmord als letzten Ausweg sehen.
Was kommt als nächstes?
Deshalb erklären wir als „Barnim für alle“-Gruppe unseren Widerstand gegen dieses tödliche und zerstörerische System, das Menschen auf dem Gewissen hat.
Wir lassen das nicht stehen – wir vergeben nicht, wir vergessen nicht.
Deshalb werden wir am Sonntag, den 21.03.2021, am internationalen Tag gegen Rassismus, in der Stadt Eberswalde eine Demonstration abhalten, die vom Hauptbahnhof bis zu seinem Todesort im Brandenburgischen Viertel führt. Die Versammlung wird um 13.00 Uhr am Hauptbahnhof in Eberswalde beginnen. (Wir überlegen auch eine weitere Demonstration am Dienstag, 23.3. in der Innenstadt zu machen.)
Um dies zu erreichen, benötigen wir Eure finanzielle Unterstützung durch eine Spende, und wir benötigen Eure Teilnahme an den von uns geplanten Demonstrationen.
Zeigt Eure Solidarität!

Denkst du auch manchmal an Suizid? Bitte sprich mit Freund*innen oder kontaktiere die anonymen Hotlines:
https://www.berliner-krisendienst.de/
https://www.berliner-notruf.de/
Tel. 0800-111 0 222

Spendenkonto:
Barnim für alle
IBAN: DE 78 1705 2000 1110 0262 22
Sparkasse Barnim
Verwendungszweck: Wir sind alle Salah!

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English

A statement and an appeal of the group ‚Barnim für Alle‘

Salah Tayyar dead!!!!!
We are all Salah!

Demonstration Sunday, 21.3.21, 13 o‘clock, Eberswalde main station

15.03.2021
Salah Tayyar, a refugee from Chad, committed suicide on Thursday, 11.03.2021, at his apartment building in the city of Eberswalde in the district of Barnim. The reason is the psychological pressure he was exposed to for a long time by the German asylum system.
He has relatives and friends in Germany, we are in contact with them. The relatives and friends need our solidarity. We also want to be in solidarity financially. Friends and family members need money for the costs incurred for a funeral or for the transfer of the body (this is not yet clear).
Salah suffered from the intense pressure of the usual asylum procedures. He knew that he had to go to court in April because he had filed a complaint against the rejection of his asylum application by the BAMF. He knew that people from Chad have little chance of being recognized. As refugees, we have a clear opinion about the suicide of this young man who suffered from uncertainty for almost 8 years during his stay in Germany without a secure residence title. This pressure led to his suicide. A large group of refugees in Barnim and all over Germany are exposed to this pressure. Refugees living inBrandenburg face daily racism in all public places, in addition to the racism that escalates across the country every day. Reports of racist incidents have increased recently. The responsibility for Salah’s suicide lies with the German government, the state of Brandenburg, and the local administration in the Barnim district. We declare our full solidarity with his family and friends.
Salah’s case is that of a victim of the asylum system, a racist regime that persecutes and pressures refugees until they see suicide as a last resort. What comes next ? Therefore, as a „Barnim für Alle“ group, we declare our opposition to this deadly and destructive system that has people on its conscience. We will not let his stand – we do not forgive, we do not forget. Therefore, on Sunday, March 21, 2021, on the international day against racism, we will hold a demonstration in the city of Eberswalde, leading from the main train station to the place of his death in the Brandenburg Viertel. The gathering will begin at 13:00 at the main train station in Eberswalde. (We are also considering doing another demonstration on Tuesday, 3/23 in the city center). In order to achieve this, we need your financial support through a donation, and we need your participation in the demonstrations we are planning. Show your solidarity!

Are you having suicidal thoughts? Please contact friends or Anonymous hotline:
https://www.berliner-krisendienst.de/en/
https://www.berliner-notruf.de/
Tel. 0800-111 0 222

Spendenkonto:
Barnim für alle
IBAN: DE 78 1705 2000 1110 0262 22
Sparkasse Barnim
Verwendungszweck: Wir sind alle Salah!

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Arabisch:

‫للجميع‬ ‫بارنيم‬ ‫مجموعة‬ ‫من‬ ‫ونداء‬
‫طاهر‬ ‫صالح‬ ‫‪.‬وفاة‬

‫‪15.03.2021‬‬

‫اقامته‬ ‫مكان‬ ‫في‬ ‫السادس‬ ‫الطابق‬ ‫من‬ ‫قفز‬ ‫بانه‬ ‫وذلك‬ ‫‪11.03.2021‬‬ ‫الموافق‬ ‫الخميس‬ ‫يوم‬ ‫في‬ ‫طاهر‬ ‫صالح‬ ‫الالجئ‬ ‫توفي‬
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‫كل‬ ‫الى‬ ‫بحوجة‬ ‫هم‬ ‫اللذين‬ ‫واالسرة‬ ‫االصدقاء‬ ‫بتمويل‬ ‫يكون‬ ‫الحالي‬ ‫وتضامننا‬ ‫‪،‬‬ ‫تضامننا‬ ‫الى‬ ‫بحاجة‬ ‫واالصدقاء‬ ‫االقارب‬
‫ادنا‬ ‫البيان‬ ‫في‬ ‫البنكي‬ ‫حسابنا‬ ‫تجدون‬ ‫عليه‬ ‫بالعزاء‬ ‫القيام‬ ‫تكاليف‬ ‫‪.‬‬
‫في‬ ‫مقبال‬ ‫كان‬ ‫بانه‬ ‫علما‬ ‫الضغظ‬ ‫من‬ ‫طويلة‬ ‫فترات‬ ‫تاخذ‬ ‫ما‬ ‫دائما‬ ‫والتي‬ ‫المعتادة‬ ‫اللجوء‬ ‫اجراءات‬ ‫تحت‬ ‫مقيم‬ ‫صالح‬ ‫كان‬
‫واللالجئيين‬ ‫الهجرة‬ ‫دائرة‬ ‫قبل‬ ‫من‬ ‫الطلب‬ ‫رفض‬ ‫قرار‬ ‫في‬ ‫طعنا‬ ‫قدم‬ ‫النه‬ ‫االستئناف‬ ‫محكمة‬ ‫على‬ ‫المقبلة‬ ‫‪.‬الفترة‬
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‫اظهروا‬
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‫‪Spendenkonto:‬‬
‫‪Barnim‬‬ ‫‪für‬‬ ‫‪alle‬‬
‫‪IBAN:‬‬ ‫‪DE‬‬ ‫‪78‬‬ ‫‪1705‬‬ ‫‪2000‬‬ ‫‪1110‬‬ ‫‪0262‬‬ ‫‪22‬‬
‫‪Sparkasse‬‬ ‫‪Barnim‬‬
‫‪Verwendungszweck:‬‬ ‫‪Wir‬‬ ‫‪sind‬‬ ‫‪alle‬‬ ‫!‪Salah‬‬

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FARSI

اعلامیه و فراخوانی از گروه بارنیم برای همه
صلاح تیار درگذشت…
همه ما صلاح هستیم!

تظاهرات یکشنبه،21 مارس ، 1 بعد از ظهر

21.03.2021

صلاح تیار ، پناهنده ای از چاد ، پنجشنبه ، 11 مارس 2021 هنگامی که از طبقه ششم خانه خود در شهر ابرسوالده در منطقه بارنیم به پایین انداخت، درگذشت. دلیل این امر فشار روانی است که وی برای مدت طولانی از طریق سیستم پناهندگی آلمان در معرض آن بود. او در آلمان اقوام و دوستان خود را دارد ، ما با آنها در ارتباط هستیم.
اقوام و دوستان به همبستگی ما احتیاج دارند. ما همچنین می خواهیم از نظر مالی همبستگی نشان دهیم. دوستان و اعضای خانواده برای پرداخت هزینه مراسم تشییع جنازه یا تشییع جنازه به پول نیاز دارند (این هنوز مشخص نیست).
صلاح از فشار شدید مراحل معمول پناهندگی رنج می برد. او می دانست که باید در ماه آوریل به دادگاه برود زیرا از رد درخواست پناهندگی توسط BAMF شکایت کرده بود. او می دانست که مردم چاد شانس کمی برای قبولی کیس پناهندگی دارند.
ما به عنوان پناهنده ، نظر روشنی در مورد خودکشی این جوان داریم که تقریباً 8 سال بدون اجازه اقامت امن در آلمان از عدم اطمینان رنج برده است. این فشار منجر به خودکشی وی شد. گروه بزرگی از پناهندگان در بارنیم و کل آلمان در معرض این فشار قرار دارند.
پناهجویانی که در براندنبورگ زندگی می کنند ، علاوه بر نژادپرستی که هر روز در سراسر کشور افزایش می یابد ، در همه مکان های عمومی در معرض نژادپرستی هستند. اخیراً گزارشات مربوط به حوادث نژادپرستانه افزایش یافته است.
دولت آلمان ، ایالت براندنبورگ و دولت محلی در منطقه بارنیم مسئول خودکشی صلاح هستند. ما همبستگی کامل خود را با خانواده و دوستانش اعلام می داریم.
پرونده صلاح مربوط به قربانیان سیستم پناهندگی است ، رژیمی نژادپرست که پناهندگان را مورد آزار و اذیت و فشار قرار می دهد تا زمانی که آنها خودکشی را به عنوان آخرین چاره ببینند.
و دیگر هیچ…
به همین دلیل است که ما به عنوان گروه „بارنیم برای همه“ مقاومت خود را در برابر این سیستم کشنده و ویرانگر اعلام می کنیم که افرادی را که وجدان خودشان را دارند. ما اجازه نمی دهیم که بایستد – ما نمی نمیخوابیم و فراموش نمی کنیم.
به همین دلیل ما یکشنبه ، 21 مارس 2021 ، در روز جهانی مبارزه با نژادپرستی ، تظاهراتی در شهر ابرسوالده برگزار خواهیم کرد که از ایستگاه قطار اصلی به محل مرگ وی در محله براندنبورگ منتهی می شود. این جلسه در ساعت 13 در ایستگاه اصلی قطار در Eberswalde آغاز می شود. (همچنین در حال بررسی برگزاری تظاهرات دیگری در مرکز شهر در روز سه شنبه 23 مارس هستیم.)
برای دستیابی به این هدف ، ما به کمک مالی شما از طریق کمک مالی و مشارکت شما در تظاهراتی که برنامه ریزی کرده ایم نیاز داریم.
همبستگی خود را نشان دهید!
حساب کمک مالی:
بارنیم برای همه
IBAN: DE 78 1705 2000 1110 0262 22
اسپارکاسه بارنیم
هدف: همه ما صلاح هستیم!

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