Refugees Welcome Barnim http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de Flüchtlinge Willkommen im Barnim Mon, 09 Dec 2019 13:51:45 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en 200 Menschen beim Gedenken an Amadeu Antonio http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2019/12/09/200-menschen-beim-gedenken-an-amadeu-antonio/ http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2019/12/09/200-menschen-beim-gedenken-an-amadeu-antonio/#comments Mon, 09 Dec 2019 13:51:45 +0000 refugeeswelcomebarnim Allgemein http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2019/12/09/200-menschen-beim-gedenken-an-amadeu-antonio/
Etwa 200 Menschen beteiligten sich an einem Schweigemarsch im Gedenken an Amadeu Antonio.


Amadeu Antonio wurde vor 29 Jahren in Eberswalde von einem Nazi-Mob angegriffen und ermordet.


Mit einem grossen Transparent wurde an die vielen von Nazis ermordeten Menschen gedacht.


Auf der Gedenkkundgebung wurde an die Forderung nach einer Strassenumbenennung erinnert. Diesem Vorschlag verweigert sich die Stadt Eberswalde seit Jahren.


Mit Musik, Reden, Blumen und Kerzen fand das Gedenken seinen Abschluß.

Kurzer Bericht beim rbb

Aufruf zum Gedenken

]]>
http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2019/12/09/200-menschen-beim-gedenken-an-amadeu-antonio/feed/
29. Todestag von Amadeu Antonio http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2019/11/28/29-todestag-von-amadeu-antonio/ http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2019/11/28/29-todestag-von-amadeu-antonio/#comments Wed, 27 Nov 2019 22:00:06 +0000 refugeeswelcomebarnim Allgemein http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2019/11/28/29-todestag-von-amadeu-antonio/

Mahnen und Gedenken 06.12.2019 17 Uhr Eberswalde

Ob jung, ob alt: Aufstehen gegen Hass und Gewalt

Nicht vergessen, genau hinschauen, nachdenken und Standpunkt beziehen. Das ist Erbe und Auftrag der Todesopfer rassistischer und rechter Gewalt.

Leider aktuell und immer noch nötig: Mahnen und Gedenken 2019

2019 verstärkte sich der fundamentale Angriff auf die Demokratie von rechts und damit das, was hier lebende Menschen schon länger beschreiben als Zunahme von abfälligen / ausgrenzenden Blicken, Bemerkungen, Beleidigungen und Bedrohungen bis hin zu physischen Attacken. Diese Ausgrenzung richtet sich gegen Menschen, die von Teilen der Mehrheitsbevölkerung als nicht zur „Norm“, als „nicht weiß“, als „anderer Religion“ zugehörig oder als „ausländisch“ betrachtet werden. Hass und Hetze, Drohungen und Gewalt treffen auch politisch und zivilgesellschaftlich aktive Menschen.

Die Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke im Juni 2019, der rassistische, lebensgefährdende Angriff auf eine Studentin der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde im August 2018 und der antisemitische Terroranschlag von Halle am 9. Oktober 2019 sind nur die Spitze einer gefährlichen Entwicklung, einer gesellschaftlichen Klimaveränderung, die wir mit aller Konsequenz stoppen und umkehren müssen.

Anlässlich des 29. Todestages von Amadeu Antonio möchten wir darum gemeinsam mit möglichst vielen Menschen ein deutliches Zeichen gegen Hass und Hetze, für Solidarität, Demokratie und Menschenrechte setzen. Zum Mahnen und Gedenken laden wir ein:

Freitag, 6. Dezember um 17 Uhr in Eberswalde.

Geplant ist eine Auftaktkundgebung am ehemaligen „Hüttengasthof“ (Ecke Lichterfelder / Eberswalder Straße) und ein Schweigemarsch zur etwa 250 m entfernten Mahn- und Gedenktafel für Amadeu Antonio. Dort können nach kurzen Wort- und Musikbeiträgen Kerzen oder Blumen niederlegt werden.

Wir laden alle Menschen zur Teilnahme ein, die für Sachlichkeit, Respekt und Solidarität, gegen Hass, Hetze und Gewalt einstehen.

# unteilbar Eberswalde; afie (antifaschistische initiative eberswalde); Afrikanischer Kulturverein Palanca e.V., Eberswalde; Amadeu Antonio Stiftung; BAFF e.V. (Bands auf festen Füßen), Joachimsthal; Barnim für alle; Barnimer Kampagne „Light me Amadeu“; Berlin postkolonial e.V.; Bürger*innenasyl Barnim; Bürgerstiftung Barnim Uckermark; DIE LINKE Stadtverband Eberswalde; Evangelische Jugendarbeit Barnim; Evangelische Stadtkirchengemeinde Eberswalde; Flüchtlingsrat Brandenburg; Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde; Jugendbündnis F.E.T.E. (Für ein tolerantes Eberswalde); Jusos Barnim; Kontakt- und Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt Bernau; Koordinierungsstelle für Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit Eberswalde; Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen; Linksjugend Solid; Netzwerk für ein tolerantes Eberswalde; Netzwerk für Weltoffenheit Bernau; Opferperspektive e.V., Potsdam; Phoenix e.V. – Regionaltreffen Berlin-Brandenburg; Quecke (KuBiB e.V.), Cöthen; SOS Rassismus Barnim; SPD Ortsverein Eberswalde; Wukania Projektehof, Biesenthal.

]]>
http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2019/11/28/29-todestag-von-amadeu-antonio/feed/
Soli-Konzert für das Bürger*innenasyl Barnim http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2019/11/20/soli-konzert-fuer-das-buergerinnenasyl-barnim/ http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2019/11/20/soli-konzert-fuer-das-buergerinnenasyl-barnim/#comments Wed, 20 Nov 2019 02:17:31 +0000 refugeeswelcomebarnim Allgemein http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2019/11/20/soli-konzert-fuer-das-buergerinnenasyl-barnim/

Am 15. Dezember spielt das Liedermacher*innen-Duo „Sparen auf Kaution“ eine Soli-Konzert für das Bürger*innenasyl Barnim.

„Kleine, heile Welt“

Noch liegt der Wedding über Wasser. Frederik, die Maus, sammelt Sonnenstrahlen für den Winter – Andreas Zimmer (Gesang, Gitarre, Geige) und Merle Weißbach (Cello, Gesang) sammeln Lieder. Lieder von Kirschblütenblättern und Zirkusmanegen, Lieder von Wegen und Trampelpfaden, Lieder zum Träumen und Aufwachen – auf dass „unsere kleine, heile Welt noch eine kleine Weile hält“ (Christoph Stählin).

16 Uhr, Kulturbahnhof Biesenthal

Das Barnimer Bürger*innenasyl ist eine von vielen bundesweiten Initiativen, die öffentlich erklären, dass sie Personen, die von Abschiebungen bedroht sind, Schutz gewähren werden. Sie ist eine Reaktion auf die drastische Verschärfung der deutschen und europäischen Asylpolitik und soll als Teil einer breiten Bewegung eine politische Kraft entfalten, die die Rechtfertigung und Durchführung von Abschiebungen in Frage stellt und im besten Fall unmöglich macht.
Für die Unterbringung, Verpflegung, Taschengeld und Anwaltskosten der Betroffenen sind wir auf Spenden angewiesen.

]]>
http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2019/11/20/soli-konzert-fuer-das-buergerinnenasyl-barnim/feed/
Der blau-braune Sumpf um Hans Link: Box-Promoter & AfD-Schnüffler http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2019/11/20/der-blau-braune-sumpf-um-hans-link-box-promoter-afd-schnueffler/ http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2019/11/20/der-blau-braune-sumpf-um-hans-link-box-promoter-afd-schnueffler/#comments Wed, 20 Nov 2019 01:58:43 +0000 refugeeswelcomebarnim Allgemein http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2019/11/20/der-blau-braune-sumpf-um-hans-link-box-promoter-afd-schnueffler/ Quelle: https://de.indymedia.org/node/45604

Auf Hans Link und seine Detektei „Link Security“ sind wir nicht bloß aufmerksam geworden, weil Link für die AfD im Landkreis Barnim kandidierte [1], sondern auch weil er seit Jahren an Demonstrationen und Veranstaltungen anderer Rechtsradikaler teilnimmt. [Belege, Quellen und weitere Infos findet ihr in den Fußnoten]

So z.B. 2017 an einer Demonstration der NPD gegen muslimische Gebetsräume in Bernau. Zu den Rednern gehörte unter anderem der Berliner Neonazi und NPD-Kader Sebastian Schmidtke [2].

Seit 2016 ist Hans Mitglied im Kreisverband der AfD Barnim. Dieser klüngelt mit NPDlern und anderen Nazis.

Die Afd Barnim gibt sich nichtmal mehr Mühe ihre rechte Gesinnung zu verbergen: Auf Instagram verbreitet sie Bilder mit Adler und Deutschlandfahne, dazu Slogans wie „Deutschland erwache ‑Wir sind das Volk“ oder „Deutschland, Deutschland über alles“. [3]

Zum 02. November 2019 mobilisierte sie neben wichtigen Akteuren aus dem extrem rechten Reichsbürgerspektrum, Volksverhetzern & Holocaustleugnern wie Gerhard Ittner, Dennis Ingo Schulz oder „Volkslehrer“ Nikolai Nerling über ihre Website zu einer rassistischen Kundgebung vor dem Bundeskanzleramt. [4] Auf dieser Kundgebung durften Verschwörungsideologen vor den Kameras der rechten YouTube-“Szene” ihren geschichtsrevisionistischen Müll verbreiten, während echte Pressevertreter*innen, die das Treiben dokumentieren wollten, angegriffen wurden.

Der braune Mief um Hans Link zeigt sich aber nicht nur in seinem AfD-Kreisverband, sondern auch um seine ehrenamtliche Tätigkeit als Boxtrainer und Promoter. Er ist Gründer des gemeinnützigen „Orje Tietzsch Bernauer Box Camp Barnim e.V.“ und von “G.T. Link Profi Boxing” – in dem Einen trainiert er Kinder & Jugendliche, in dem Anderen veranstaltet er Kämpfe als Promoter des „Bund deutscher Faustkämpfer e.V. (BDF)“ und trainiert u.a. mit Neonazis.

Er hat Kontakt zum neuerdings zu Bekanntheit gelangten “Germanen Boxstall Kiel”, dessen Chef Rene Hildebrandt bei RAN Boxen mit dem nationalsozialistischen Motto “Kraft durch Freude” auf seinem Vereinsshirt live im Fernsehen zu sehen war. [5]

Rene Hildebrandt war/ist ebenfalls Promoter vom „Bund Deutscher Faustkämpfer (BDF)“, trotz eindeutiger Hinweise auf seine rechte Gesinnung, neben Vereinsnamen, Logo mit Eisernem Kreuz, der T‑Shirt Provokation oder dieser GBK-Werbung auf Facebook mit dem Koppelschloss der Wehrmacht samt Motto “Gott mit uns” und retuschiertem Hakenkreuz. [6]

Kämpfer*innen des „Germanen Boxstall Kiel“ nahmen z.B. 2018 an einem Event von „G.T. Link Profiboxing“ in Bernau teil. [7]

In seinem Wahlkampf hat Hans Link seine Vereinsarbeit als Boxtrainer häufig zur Selbstinszenierung und als Türöffner für die nationalistische Politik der AfD missbraucht. [8]

Dazu gehörten Wahlkampfveranstaltungen/Bürgergespräche “im Ring” oder Posieren mit Größen der Rechten Szene, wie z.B. der Organisatorin des rechtsradikalen “Frauenmarsches” Leyla Bilge [9] — sie war u.a. geladene Rednerin bei Pegida, arbeitet ebenfalls für die AfD und ist glühender Fan von Björn “Bernd” Höcke himself.[10] Bilge moderierte am 24.08.2019 in Bernau die AfD-Wahlkampfveranstaltung “Talk im Boxring-Bürgerdialog” von Hans Link und dem AfD-Bundestagsabgeordneten Steffen Kotré.

Über Links Tätigkeit als Amateurboxtrainer und somit auch seinen Einfluss auf Kinder & Jugendliche beim „Orje Tietzsch Bernauer Box Camp Barnim e.V.“ wurde der „Amateur-Box-Verband-Land Brandenburg e.V.“ bereits informiert. Im Dezember wird dieser über mögliche Konsequenzen beraten und Link hoffentlich ausschließen. Seit 2004 konnte sich Hans Link als netter Trainer von nebenan stilisieren, aber die Unterwanderung von Kampfsport durch Rechtsradikale darf nicht hingenommen werden — Kein Training für Menschenfeinde!

Hans Link ist aber nicht nur ein brauner Boxer, Bauschlosser & Politiker, sondern auch ein brauner Detektiv. Seit 1998 betreibt er als Selbstständiger eine Sicherheitsfirma & Detektei namens „Link Security“ in der Friedrichstr. 1, 16321 Bernau/Schönow.

Auf der Website finden sich neben vielen Schreibfehlern auch die ein oder andere gefälschte Referenz namhafter Veranstaltungen, womit Hans wohl sein Image des kleinen Kaufhausdetektivs aufpolieren wollte.[11]

Unsere Recherchen haben darüber hinaus ergeben, dass Links Firma auch Sicherheits- und Recherchedienstleistungen für die AfD übernimmt. Dazu gehört neben dem direkten Schutz von Wahlkampfständen und Veranstaltungen durch Securitys auch das energische Abfotografieren von Teilnehmenden demokratischer Veranstaltungen und von Gegenprotesten [12].

Der letzte Einsatz war bei einem AfD-Infostand in Bernau am 9. November 2019. [13]

Leider kann es passieren, dass ihr auf verschiedensten Veranstaltungen auf die AfD-Link Security als Sicherheits(sub)unternehmen treffen werdet. [11]

Die AfD hat ihre Anti-Antifaarbeit also “geoutsourced” und professionalisiert. Gerade in Zeiten in denen Rechtsradikale Todeslisten anlegen und ihren Worten Taten folgen lassen, ist es besonders bedenklich, dass eine Detektei Recherchen über vermeintliche politische Gegner*innen anstellt.

Nicht hinnehmbar ist, dass ihr Chef seine Law-and-Order Fantasien nicht nur im Kampfsport, sondern auch als Abgeordneter in der Politik zur Geltung bringen darf. Sowas muss Konsequenzen haben.

« Von der NPD unterscheiden wir uns vornehmlich durch unser bürgerliches Unterstützerumfeld, nicht so sehr durch Inhalte. »

— Dubravko Mandic (AfD), 2014

Wir danken allen Antifaschist*innen und Pressemenschen, die ihre Arbeiten frei zugänglich machen und immer nach den Rechten sehn.

#DankeAntifa

Falls ihr weitere Informationen zu den oben Genannten oder dem Möchtegern-Sheriff vom Panketal habt, ergänzt gern unter diesem Artikel, oder schreibt eine (verschlüsselte) Mail an link-recherche[at]riseup.net (PGP-Key auf Anfrage)

Schulter an Schulter gegen den Faschismus!

1 http://afdbarnim.de/2019/07/17/hans-link-direktkandidat-wahlkreis-14/
2 https://inforiot.de/islamfeindliche-demo-in-bernau/
3 https://inforiot.de/die-afd-barnim-eine-bestandsaufnahme-der-wahlen/
4 http://afdbarnim.de/2019/10/24/aufruf-zum-gedenken/
5https://rp-online.de/sport/boxen/…
6https://www.facebook.com/2891952…
7https://web.archive.org/web/2019…
8 https://cdn1.site-media.eu/images/1440×900/3097892/RingeckeA0.jpg
9 https://cdn1.site-media.eu/images/1440×900/3075890/Erich3.jpg
10 https://de.wikipedia.org/wiki/Leyla_Bilge#Positionen_und_Kritik
11 https://web.archive.org/web/20180830212651/http://detektei-bernau.de/referenzen.html
12 https://www.flickr.com/photos/igornetz/…
https://www.flickr.com/photos/igornetz/33873936448/in/album-72157704883454102/
13 https://twitter.com/Malte_Goldman/status/1193181571777531905

]]>
http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2019/11/20/der-blau-braune-sumpf-um-hans-link-box-promoter-afd-schnueffler/feed/
Geflüchtete aus dem Tschad mit Zwang in die Botschaft gebracht http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2019/11/20/gefluechtete-aus-dem-tschad-mit-zwang-in-die-botschaft-gebracht/ http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2019/11/20/gefluechtete-aus-dem-tschad-mit-zwang-in-die-botschaft-gebracht/#comments Wed, 20 Nov 2019 01:52:38 +0000 refugeeswelcomebarnim Allgemein http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2019/11/20/gefluechtete-aus-dem-tschad-mit-zwang-in-die-botschaft-gebracht/

Pressemitteilung, 18.11.2019

Menschen in die Botschaften ihrer Verfolgerländer zu bringen ist traumatisierend und setzt Familienmitglieder und FreundInnen einer hohen Gefahr aus

Am 10.10.2019 wurden in einer koordinierten Aktion Geflüchtete aus verschiedenen Orten in Brandenburg von der Polizei abgeholt und zwangsweise in die Botschaft des Tschad nach Berlin gebracht. Dabei drangen auch in Wandlitz PolizistInnen in die dortige Flüchtlingsunterkunft ein um einen Geflüchteten mitzunehmen. Ziel der Operation war, dass die Botschaft bestätigt, dass die Betroffenen StaatsbürgerInnen des Tschad sind und so in den Tschad abgeschoben werden können.

Im Tschad, einem der ärmsten Länder der Welt, herrscht ein diktatorisches Regime. Der Präsident Idriss Déby ist seit 29 Jahren an der Macht. Laut Amnesty International kommt es dort zu massiven Menschenrechtsverletzungen – willkürliche Festnahmen, keine Presse- und Demonstrationsfreiheit, Folter. Im Länderbericht „Freedom in the World 2017“ der US-amerikanischen Nichtregierungsorganisation Freedom House gehört das politische System des Landes zu den weltweit repressivsten.

„Menschen in eine solch brutale Diktatur abzuschieben gefährdet das Leben der Betroffenen“, so Thomas Janoschka von der Initiative Barnim für alle. „Durch die Botschaftszuführungen geraten aber auch Familienangehörige, FreundInnen, MitstreiterInnen und Bekannte leicht in das Fadenkreuz des Regimes. Deshalb gehen viele Geflüchtete nicht freiwillig in die Botschaft.“ Durch die Zwangsvorführung fühlen sich die Betroffenen dem Verfolgerregime erneut ausgeliefert, dies führt nicht selten zu (Re-)Traumatisierung.

Die Initiative Barnim für alle fordert vom Landkreis Barnim und vom Land Brandenburg, keine Menschen mehr in den Tschad abzuschieben und generell keine Geflüchteten mehr zwangsweise in die Botschaften ihrer Verfolgerländer zu bringen.

Initiative „Barnim für alle“ –
Kontakt: refugees-welcome@so36.net
0151 – 45 68 3203

]]>
http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2019/11/20/gefluechtete-aus-dem-tschad-mit-zwang-in-die-botschaft-gebracht/feed/
„Was mir nah ist mir fern“ http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2019/10/26/was-mir-nah-ist-mir-fern/ http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2019/10/26/was-mir-nah-ist-mir-fern/#comments Fri, 25 Oct 2019 23:02:47 +0000 refugeeswelcomebarnim Allgemein http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2019/10/26/was-mir-nah-ist-mir-fern/

Wir haben uns das letzte halbe Jahr an den drei Orten Oderberg, Angermünde, Eberswalde mit größtenteils geflüchteten Kindern und Jugendlichen getroffen und mit ihnen ein Stück erarbeitet. Wir haben gesungen, Raps und Texte geschrieben, getanzt, Szenen entwickelt. Eine musikalische Theaterreise über Wünsche und Träume, über die Zukunft, schöne Erinnerungen, über Dinge auf die wir stolz sind und vieles mehr.. ein Stück über unser Leben.

30 Menschen- 11 Länder- 3 Gruppen- 6 Monate. Erst zum Ende haben sich alle gemeinsam getroffen. Ausgangspunkt sind persönliche Erzählungen und Fragen. Wie ist es, so viel Zeit hier mit Warten zu verbringen? Was dürfen andere Menschen tun aber ich nicht? Wie kann ich meine Freiheit ausbauen? Was ist Heimat für mich?

]]>
http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2019/10/26/was-mir-nah-ist-mir-fern/feed/
Rassismus in der Bahn http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2019/10/25/rassismus-in-der-bahn/ http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2019/10/25/rassismus-in-der-bahn/#comments Fri, 25 Oct 2019 11:53:23 +0000 refugeeswelcomebarnim Allgemein http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2019/10/25/rassismus-in-der-bahn/

Ein Geflüchteter aus dem Tschad ist am 10.09.2019 von Biesenthal nach Eberswalde mit dem RB24 gefahren. Er hat vorher versucht am Automaten am Biesenthaler Bahnhof einen Fahrschein zu erwerben. Das misslang ihm wegen seiner mangelnden Deutschkenntnisse. Zu diesem Zeitpunkt befand sich auch niemand anderes in der Nähe des Automaten und so konnte er sich auch keine Hilfe organisieren. Als der Zug einfuhr ging der Betroffene direkt zum Zugbegleiter und sprach diesen noch auf dem Bahnsteig an um die Situation zu erklären, verbunden mit der Bitte ihm einen Fahrschein zu verkaufen. Der Zugbegleiter ließ den Betroffenen einsteigen. Erst als der Zug wieder los fuhr, weigerte sich der Zugbegleiter einen Fahrschein zu verkaufen und verlangte stattdessen ein erhöhten Fahrpreis von 60 Euro. Dieses wiederum verweigerte der Betroffenen verständlicherweise. Er bat stattdessen weiterhin darum, einen Fahrschein kaufen zu dürfen. Der Zugbegleiter rief dann umgehend die Polizei, die den Betroffenen dann in Eberswalde in Empfang nahm und sich von ihm die Papiere zeigen ließen. Obwohl der Geflüchtete den BundespolizistInnen am Bahnsteig sofort seine Duldungspapiere zeigte, nahm die Polizei den Betroffenen mit zur ihrer Dienststelle und hielten den Betroffenen dort etwa eine halbe Stunde fest. Die BundespolizistInnen nahmen dem betroffenen Fingerabdrücke ab und telefonierten in dieser Zeit mehrmals mit der Ausländerbehörde.
Wir halten sowohl das Verhalten des Zugbegleiters als auch der PolizistInnen für rassistisch. Es ist mehr als fraglich ob einem Menschen mit heller Hautfarbe und deutschen Pass das selbe widerfahren wäre.

Barnim für alle

]]>
http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2019/10/25/rassismus-in-der-bahn/feed/
In meinen Augen http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2019/09/19/in-meinen-augen/ http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2019/09/19/in-meinen-augen/#comments Thu, 19 Sep 2019 14:54:09 +0000 refugeeswelcomebarnim Allgemein http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2019/09/19/in-meinen-augen/

Der Dokumentarfilm „In meinen Augen“ von Raphael Schanz bietet eine andere Perspektive auf die zeitlose Unart, andere zu bewerten bzw. abzuwerten, ohne sie wirklich zu kennen. Oft prägen Bilder von identitätslosen Massen die Berichterstattung über Geflüchtete. Fünf geflüchtete Menschen lassen die Bilder auf sich wirken, kommentieren sie und regen so zum Nachdenken an über Identität, Menschlichkeit und Würde. Zu Gast an dem Abend ist Ahmed Al Kurdi, einer der Beteiligten des Films. Der Eintritt zu der Veranstaltung, die im Rahmen der Interkulturellen Wochen im Landkreis Barnim stattfindet, ist frei.

Freitag, 27. September 2019, 18:00 Uhr, im Bernauer AWO-Treff, An der Stadtmauer 12

]]>
http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2019/09/19/in-meinen-augen/feed/
Pan-Africa Day am 22.09.2019 http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2019/09/19/pan-africa-day-am-22-09-2019/ http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2019/09/19/pan-africa-day-am-22-09-2019/#comments Thu, 19 Sep 2019 14:47:55 +0000 refugeeswelcomebarnim Allgemein http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2019/09/19/pan-africa-day-am-22-09-2019/

Afrika ist ein wunderschöner Kontinent unseres Planeten mit vielen Bodenschätzen. Leider wird die Entwicklung dieses Kontinents durch die Korruption
zerstört und die Bevölkerung durch die Diktatur der Regierungen gedemütigt.

Wenn Sie mehr über Afrika und seine Geschichte erfahren wollen, besuchen Sie den Vortrag:*Pan-Africa Day*. Bei Essen und Musik wird auch Zeit sein, einfach miteinander ins Gespräch zu kommen.

22.09.2019, 13:00 – 17:00 Uhr
Afrikanischer Kulturverein Palanca e.V., Coppistraße 1, 16227 Eberswalde

]]>
http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2019/09/19/pan-africa-day-am-22-09-2019/feed/
300 Menschen beim solidarischen Abendessen in Biesenthal http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2019/09/05/300-menschen-beim-solidarischen-abendessen-in-biesenthal/ http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2019/09/05/300-menschen-beim-solidarischen-abendessen-in-biesenthal/#comments Thu, 05 Sep 2019 14:11:10 +0000 refugeeswelcomebarnim Allgemein http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2019/09/05/300-menschen-beim-solidarischen-abendessen-in-biesenthal/
Etwa 300 Menschen aus Biesenthal und Umgebung kamen am Donnerstag-Abend vor den Landtagswahlen auf dem Biesenthaler Marktplatz zu einem solidarischen Abendessen zusammen.


Fast alle brachten etwas zum Essen mit und so wurde es geteilt und gemeinsam gegessen an einer langen Tafel rund um die alte Eiche. Mit dabei waren auch einige Geflüchtete aus Biesenthal, Bernau, Eberswalde und den nahegelegenen Heimen in Lobethal und Ützdorf.


Es gab zahlreiche kurze Redebeiträge die sich gegen den Rechtsruck im Land und für ein solidarisches Miteinander aller Menschen positionierten. So sprachen der Pfarrer, der Bürgermeister, der Landrat, einige Landtagskanditat*innen aber auch Vertreter*innen zivilgesellschaftlicher Initiativen wie SOS Rassismus, Barnim für alle und Barnimer Bürger*innenasyl.


Mit dabei waren auch die Kinder vom WuckiZucki-Zirkus. So gab es Tuchkletterei, Clowsnummern und Jonglage zu bewundern.


Das Abendessen war ein notwendiges Zeichen gegen den Rechtsruck! Bei der anschliessenden Landtagswahl hat die AFD in Biesenthal fast 500 Stimmen bekommen, das waren 22% der abgegeben Stimmen.

Linke Biesenthal
Märkische Oderzeitung
Bernau-Live
RBB-Radio (ab 05:30 min)

]]>
http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2019/09/05/300-menschen-beim-solidarischen-abendessen-in-biesenthal/feed/