Refugees Welcome Barnim http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de Flüchtlinge Willkommen im Barnim Sun, 11 Apr 2021 22:48:25 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en 500 Menschen protestierten am Flughafen Schönefeld gegen Abschiebung nach Afghanistan http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2021/04/12/500-menschen-protestierten-am-flughafen-schoenefeld-gegen-abschiebung-nach-afghanistan/ http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2021/04/12/500-menschen-protestierten-am-flughafen-schoenefeld-gegen-abschiebung-nach-afghanistan/#comments Sun, 11 Apr 2021 22:45:32 +0000 refugeeswelcomebarnim Allgemein http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2021/04/12/500-menschen-protestierten-am-flughafen-schoenefeld-gegen-abschiebung-nach-afghanistan/ Unter der Federführung des brandenburger Innenministeriums wurden am 7. April 20 Menschen ins Bürgerkriegsland Afghanistan abgeschoben. Dagegen protestierten etwa 500 Menschen direkt am Flughafen Schönefeld. Dabei versuchten einige mit Blockaden die Abschiebungen zu verhindern.

Berichte dazu in der Märkischen Oderzeitung, in der TAZ , beim RBB und im Tagesspiegel

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13.04. Kundgebung vor der Ausländerbehörde in Eberswalde http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2021/04/06/13-04-kundgebung-vor-der-auslaenderbehoerde-in-eberswalde/ http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2021/04/06/13-04-kundgebung-vor-der-auslaenderbehoerde-in-eberswalde/#comments Tue, 06 Apr 2021 16:07:05 +0000 refugeeswelcomebarnim Allgemein http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2021/04/06/13-04-kundgebung-vor-der-auslaenderbehoerde-in-eberswalde/ Am 13. April 2021 ruft die Initiative „Barnim für alle“ zu eine Kundgebung vor der Ausländerbehörde in Eberswalde auf. Die Kundgebung findet von 12:00 – 17:00 Uhr an der Ecke Pfeilstraße/Schicklerstraße statt.

Aufruf von der Gruppe ‚Barnim für Alle‘

Wir in der Gruppe „Barnim für alle“ laden ein, am Dienstag, den 13. April ab 12:00 mit uns vor der Ausländerbehörde in Eberswalde zu Demonstrieren. Wir kritisieren die Verstöße und die Ungerechtigkeiten, denen Asylsuchende im Landkreis Barnim und in ganz Brandenburg systematisch ausgesetzt sind.

Aufgrund des bewussten Drucks von Ausländerbehörden gab es in letzter Zeit mehrere Selbstmorde. Dieser Druck äußert sich unter anderem darin, dass Geflüchtete, teilweise Jahre lang, keine Lebensperspektiven, keine Beschäftigungsmöglichkeiten und keine Aufenthaltsberechtigung bekommen.

Salah war ein Geflüchteter aus dem Tschad, der vor fast acht Jahren nach Deutschland kam. Er floh vor Folter und vor der Unterdrückung und Politik der tschadischen Regierung unter der Führung von Diktator Idriss Deby. Er kam nach Deutschland, um Sicherheit und Schutz vor Verfolgung zu suchen aber sein Asylantrag wurde abgelehnt. Als er Berufung einlegte, wurde diese vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge abgelehnt. Salah lebte unter uns als ruhiger und guter Mensch. Er entschied sich auf Grund seiner aussichtslosen Lage durch Selbstmord sein leben zu beenden.

Es gibt eine Gruppe von Geflüchteten, die noch leben, aber unter den gleichen Bedingungen wie Salah leiden. Diese Menschen haben wenig Hoffnung auf Perspektiven und sie erleben alltägliche Ungerechtigkeit durch rassistischen und systematischen Druck der Behörden. Es gibt viele junge geflüchtete Menschen, die anstatt ausgebildet zu werden oder zu arbeiten, alkohol- und drogenabhängig geworden sind. Diese Politik, die sich in dieser Härte besonders in Deutschland und im Barnim zeigt, ist das Ergebnis der Asylpolitik der Europäischen Union.

Wir als Gruppe ‚Barnim für Alle‘ und als in der Region lebende Geflüchtete erklären unsere völlige Ablehnung dieser Politik und wollen dafür kämpfen, dass sich die Gesetze verändern. Wir fordern das Recht auf Aufenthalt und Bewegung für jeden Menschen. Deshalb demonstrieren wir vor der Ausländerbehörde. Alle sind eingeladen, daran teilzunehmen!

Wir sind alle Salah!

Spendenkonto
Barnim für alle
IBAN: DE 78 1705 2000 1110 0262 22
Sparkasse Barnim
Verwendungszweck: Wir sind alle Salah!

Kontakt
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refugees-welcome@so36.net
http://b-asyl-barnim.de
buergerinnenasyl-barnim@systemli.org

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400 Menschen gegen Rassismus in Eberswalde – „Wir sind alle Salah!“ http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2021/03/21/400-menschen-gegen-rassismus-in-eberswalde-wir-sind-alle-salah/ http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2021/03/21/400-menschen-gegen-rassismus-in-eberswalde-wir-sind-alle-salah/#comments Sun, 21 Mar 2021 18:32:21 +0000 refugeeswelcomebarnim Allgemein http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2021/03/21/400-menschen-gegen-rassismus-in-eberswalde-wir-sind-alle-salah/

400 Menschen haben heute in Eberswalde gegen das ungerechte Asylsystem und den strukturellen Rassismus in Deutschland demonstriert. Der 21.03. ist der internationale Tag gegen Rassismus – trauriger Anlass an diesem Tag war der Tod von Salah Tayyar aus dem Tschad. Nach acht Jahren in Deutschland war er ohne sichere Aufenthaltsperspektive und hat keinen anderen Ausweg mehr gesehen und sich am 11.03. das Leben genommen.
Angehörige und Freund*innen, Aktivist*innen der Gruppe „Barnim für alle“ und anderer Geflüchteten-Gruppen aus Brandenburg und Berlin hielten teils kämpferische, teils nachdenkliche Reden auf dem Bahnhofsvorplatz. Im Anschluss kamen 200 Menschen vor das Haus im Brandenburgischen Viertel in Eberswalde, in dem Salah gewohnt hatten, um an ihn zu erinnern.

Yahia Mohammed, ein Cousin des Verstorbenen, lebt in Berlin und will die Kundgebung am Bahnhof eröffnen. Aber die Gefühle lassen das nicht zu. Nach wenigen Worten versagt ihm die Stimme – angesichts des Todes von Salah, und der anteilnehmenden Menge fehlen ihm die Worte, er gibt an den nächsten Redner weiter.

Mustafa Hussein ist nicht nur traurig, sondern auch richtig wütend. „Wir erleben hier in Eberswalde soviel Rassismus: in der Ausländerbehörde, beim Sozialamt, bei den Ämtern und auf der Straße – jeden Tag!“. Er ist politischer Aktivist aus dem Sudan und selbst wie Salah und viele andere Anwesende im Klageverfahren gegen die Ablehnung seines Asylantrags. Wie so viele andere kennt er nur zu gut den Druck, die Ungewissheit und die tägliche Angst wegen der unklaren Perspektive. Für ihn und die anderen geflüchteten Aktivist*innen ist klar, dass dieser Druck, diese Angst Salah in den Suizid getrieben haben. „Wir sind alle Salah!“ ist deshalb das Motto der Kampagne. Auf einem Plakat zerstört eine Faust eine sogenannte „Duldung“ – die Art von Ausweis, den viele Geflüchtete bekommen und mit dem sie kaum Rechte haben. „Stop Duldung! Stop making fear!“ steht darauf.

Noch wütender und enttäuschter ist Ahmed Rahama, ebenfalls aus dem Sudan. Er sagt in seiner Rede:„Fuck Asylsystem! Die Lage ist für mich einfach eskaliert. Ich habe keine Hoffnung mehr in Deutschland zu leben. Fuck Ausländerbehörde! Fuck struktureller Rassismus in Deutschland!“.
Fiona Kisoso aus Kenia beginnt ihre Rede mit ruhigen Worten: „Normalerweise habe ich viel Power, wenn ich eine Rede halte. Diesmal fehlt mir die Energie, es hat mich zu traurig gemacht. Ich brauche die Energie von euch!“ Sie animiert die Menge zu Sprechchören und plötzlich scheint doch sehr viel Energie von ihr selbst zu kommen. Sie sagt: „Wir wollen nur Chancengleichheit. Wir wollen eine Chance, uns zu integrieren, zu arbeiten, zur Schule zu gehen, ohne von den Behörden schikaniert und gestresst zu werden.“
Aziza Al Sharwi fragt: „Wieviele Salahs brauchen wir, um die ungerechten Gesetze zu ändern?“

Viele Schwarze Aktivist*innen haben etwas zu sagen, der Tod von Salah berührt viele, einige sind aus Potsdam, Berlin oder Brandenburg/Havel angereist. Danach begeben sich immer noch gut 200 Menschen zum Haus des Verstorbenen in einem sechstöckigen Plattenbau im Brandenburgischen Viertel, am Stadtrand von Eberswalde. Aufgrund der Corona-Beschränkungen hatte die Polizei keine Demonstration erlaubt, nur „ortsfeste“ Kundgebungen.

Vor dem Haus in der Senftenberger Str. 4 bittet der Cousin des Toten zunächst die anwesenden muslimischen Gläubigen nach vorn zum Gebet. Nach einem darauf folgenden Moment der Stille geht Salah Bechir, ein Freund von Salah Tayyar, ans Mikrofon, um aus dessen Leben zu erzählen. „Salah hatte einen Traum, mit dem er nach Deutschland kam. Sein Traum war es für seine Familie sorgen zu können. Er hatte zwei Kinder und eine Frau im Tschad, die er seit vielen Jahren nicht sehen konnte. Er floh vor dem Militärgefängnis aus dem Tschad nach Libyen. Libyen musste er wegen des Krieges verlassen.“ Er beschreibt ihn: „Salah war ein stiller, bescheidener Mensch. Dabei war er freundlich und immer sehr hilfsbereit.“

Eric von Welcome United, der aus Brandenburg/ Havel angereist ist, erklärt: „Wir alle kommen mit Träumen hierher. Unser Traum ist es, ein normales Leben in diesem Land zu führen. Unser Traum ist in Freiheit zu leben.“

Die Gruppe „Barnim für alle“ kündigte zum Abschluss eine weitere Kundgebung an einem Dienstag in den nächsten Wochen vor der Barnimer Ausländerbehörde an.

Pressespiegel:

Fotos beim Umbruch-Bildarchiv

Online-Artikel bei bernau-live.de mit vielen Fotos

Artikel im Neuen Deutschland

Artikel im Neuen Deutschland über einem anderen Selbstmord mit Erwähnung von Salah

Artikel in der Märkischen Oderzeitung

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Salah Tayyar ist tot – Wir sind alle Salah! http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2021/03/16/salah-tayyar-ist-tot-wir-sind-alle-salah/ http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2021/03/16/salah-tayyar-ist-tot-wir-sind-alle-salah/#comments Tue, 16 Mar 2021 13:27:10 +0000 refugeeswelcomebarnim Allgemein http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2021/03/16/salah-tayyar-ist-tot-wir-sind-alle-salah/ Eine Erklärung und ein Aufruf der Gruppe Barnim Für alle

Demonstration Sonntag, 21.3.21, 13 Uhr, Eberswalde Hbf

A statement and an appeal of the group ‚Barnim für Alle‘
Salah Tayyar dead!!!!!
We are all Salah!

Demonstration Sunday, 21.3.21, 13 o‘clock, Eberswalde main station

‫للجميع‬ ‫بارنيم‬ ‫مجموعة‬ ‫من‬ ‫ونداء‬
‫طاهر‬ ‫صالح‬ ‫‪.‬وفاة‬


اعلامیه و فراخوانی از گروه بارنیم برای همه
صلاح تیار درگذشت…
همه ما صلاح هستیم!

تظاهرات یکشنبه،21 مارس ، 1 بعد از ظهر

Salah Tayyar, ein Geflüchteter aus dem Tschad, nahm sich am Donnerstag, den 11.03.2021, in seinem Wohnhaus in der Stadt Eberswalde im Landkreis Barnim das Leben. Grund dafür ist der psychologische Druck, dem er lange Zeit vom deutschen Asylsystem ausgesetzt war. Er hat Verwandte und Freunde in Deutschland, wir stehen mit ihnen in Kontakt.
Die Verwandten und Freunde brauchen unsere Solidarität. Wir wollen auch finanziell solidarisch sein. Freunde und Familienmitglieder brauchen Geld für die anfallenden Kosten für eine Beerdigung oder für die Überführung des Körpers (das ist noch nicht klar).
Salah litt unter dem starken Druck der üblichen Asylverfahren. Er wusste, dass er im April zum Gericht musste, weil er gegen die Ablehnung des Asylantrages durch das BAMF geklagt hatte. Er wusste, dass Menschen aus dem Tschad kaum Chancen auf Anerkennung haben.
Als Geflüchtete haben wir eine klare Meinung über den Selbstmord dieses jungen Mannes, der während seines Aufenthalts in Deutschland fast 8 Jahre lang ohnesicheren Aufenthaltstitel an der Ungewissheit gelitten hat. Dieser Druck führte zu seinem Selbstmord. Diesem Druck ist eine große Gruppe von Geflüchteten im Barnim und ganz Deutschland ausgesetzt.
In Brandenburg lebende Geflüchtete sind an allen öffentlichen Orten täglichem Rassismus ausgesetzt, zusätzlich zu dem Rassismus, der im gesamten Land jeden Tag eskaliert. Anzeigen von rassistischen Vorfälle haben in letzter Zeit zugenommen.
Die Verantwortung für Salahs Selbstmord tragen die deutsche Regierung, das Land Brandenburg und die lokale Verwaltung im Landkreis Barnim. Wir erklären unsere volle Solidarität mit seiner Familie und seinen Freunden.
Salahs Fall ist der eines Opfers des Asylsystems, eines rassistischen Regimes, das Geflüchtete so lange verfolgt und unter Druck setzt, bis sie den Selbstmord als letzten Ausweg sehen.
Was kommt als nächstes?
Deshalb erklären wir als „Barnim für alle“-Gruppe unseren Widerstand gegen dieses tödliche und zerstörerische System, das Menschen auf dem Gewissen hat.
Wir lassen das nicht stehen – wir vergeben nicht, wir vergessen nicht.
Deshalb werden wir am Sonntag, den 21.03.2021, am internationalen Tag gegen Rassismus, in der Stadt Eberswalde eine Demonstration abhalten, die vom Hauptbahnhof bis zu seinem Todesort im Brandenburgischen Viertel führt. Die Versammlung wird um 13.00 Uhr am Hauptbahnhof in Eberswalde beginnen. (Wir überlegen auch eine weitere Demonstration am Dienstag, 23.3. in der Innenstadt zu machen.)
Um dies zu erreichen, benötigen wir Eure finanzielle Unterstützung durch eine Spende, und wir benötigen Eure Teilnahme an den von uns geplanten Demonstrationen.
Zeigt Eure Solidarität!

Denkst du auch manchmal an Suizid? Bitte sprich mit Freund*innen oder kontaktiere die anonymen Hotlines:
https://www.berliner-krisendienst.de/
https://www.berliner-notruf.de/
Tel. 0800-111 0 222

Spendenkonto:
Barnim für alle
IBAN: DE 78 1705 2000 1110 0262 22
Sparkasse Barnim
Verwendungszweck: Wir sind alle Salah!

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English

A statement and an appeal of the group ‚Barnim für Alle‘

Salah Tayyar dead!!!!!
We are all Salah!

Demonstration Sunday, 21.3.21, 13 o‘clock, Eberswalde main station

15.03.2021
Salah Tayyar, a refugee from Chad, committed suicide on Thursday, 11.03.2021, at his apartment building in the city of Eberswalde in the district of Barnim. The reason is the psychological pressure he was exposed to for a long time by the German asylum system.
He has relatives and friends in Germany, we are in contact with them. The relatives and friends need our solidarity. We also want to be in solidarity financially. Friends and family members need money for the costs incurred for a funeral or for the transfer of the body (this is not yet clear).
Salah suffered from the intense pressure of the usual asylum procedures. He knew that he had to go to court in April because he had filed a complaint against the rejection of his asylum application by the BAMF. He knew that people from Chad have little chance of being recognized. As refugees, we have a clear opinion about the suicide of this young man who suffered from uncertainty for almost 8 years during his stay in Germany without a secure residence title. This pressure led to his suicide. A large group of refugees in Barnim and all over Germany are exposed to this pressure. Refugees living inBrandenburg face daily racism in all public places, in addition to the racism that escalates across the country every day. Reports of racist incidents have increased recently. The responsibility for Salah’s suicide lies with the German government, the state of Brandenburg, and the local administration in the Barnim district. We declare our full solidarity with his family and friends.
Salah’s case is that of a victim of the asylum system, a racist regime that persecutes and pressures refugees until they see suicide as a last resort. What comes next ? Therefore, as a „Barnim für Alle“ group, we declare our opposition to this deadly and destructive system that has people on its conscience. We will not let his stand – we do not forgive, we do not forget. Therefore, on Sunday, March 21, 2021, on the international day against racism, we will hold a demonstration in the city of Eberswalde, leading from the main train station to the place of his death in the Brandenburg Viertel. The gathering will begin at 13:00 at the main train station in Eberswalde. (We are also considering doing another demonstration on Tuesday, 3/23 in the city center). In order to achieve this, we need your financial support through a donation, and we need your participation in the demonstrations we are planning. Show your solidarity!

Are you having suicidal thoughts? Please contact friends or Anonymous hotline:
https://www.berliner-krisendienst.de/en/
https://www.berliner-notruf.de/
Tel. 0800-111 0 222

Spendenkonto:
Barnim für alle
IBAN: DE 78 1705 2000 1110 0262 22
Sparkasse Barnim
Verwendungszweck: Wir sind alle Salah!

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Arabisch:

‫للجميع‬ ‫بارنيم‬ ‫مجموعة‬ ‫من‬ ‫ونداء‬
‫طاهر‬ ‫صالح‬ ‫‪.‬وفاة‬

‫‪15.03.2021‬‬

‫اقامته‬ ‫مكان‬ ‫في‬ ‫السادس‬ ‫الطابق‬ ‫من‬ ‫قفز‬ ‫بانه‬ ‫وذلك‬ ‫‪11.03.2021‬‬ ‫الموافق‬ ‫الخميس‬ ‫يوم‬ ‫في‬ ‫طاهر‬ ‫صالح‬ ‫الالجئ‬ ‫توفي‬
‫نظام‬ ‫قبل‬ ‫من‬ ‫في‬ ‫لها‬ ‫تعرض‬ ‫التي‬ ‫النفسية‬ ‫الضغوط‬ ‫هو‬ ‫ذلك‬ ‫في‬ ‫والسبب‬ ‫‪،‬‬ ‫‪.‬‬ ‫بارنيم‬ ‫مقاطعة‬ ‫في‬ ‫ايبرسفالد‬ ‫مدينة‬ ‫في‬
‫معهم‬ ‫تواصل‬ ‫على‬ ‫ونحن‬ ‫المانيا‬ ‫في‬ ‫متعددين‬ ‫واصدقاء‬ ‫اقارب‬ ‫له‬ ‫الضحية‬ ‫‪،‬‬ ‫طويلة‬ ‫لفترة‬ ‫االلماني‬ ‫اللجوء‬ ‫‪.‬‬
‫كل‬ ‫الى‬ ‫بحوجة‬ ‫هم‬ ‫اللذين‬ ‫واالسرة‬ ‫االصدقاء‬ ‫بتمويل‬ ‫يكون‬ ‫الحالي‬ ‫وتضامننا‬ ‫‪،‬‬ ‫تضامننا‬ ‫الى‬ ‫بحاجة‬ ‫واالصدقاء‬ ‫االقارب‬
‫ادنا‬ ‫البيان‬ ‫في‬ ‫البنكي‬ ‫حسابنا‬ ‫تجدون‬ ‫عليه‬ ‫بالعزاء‬ ‫القيام‬ ‫تكاليف‬ ‫‪.‬‬
‫في‬ ‫مقبال‬ ‫كان‬ ‫بانه‬ ‫علما‬ ‫الضغظ‬ ‫من‬ ‫طويلة‬ ‫فترات‬ ‫تاخذ‬ ‫ما‬ ‫دائما‬ ‫والتي‬ ‫المعتادة‬ ‫اللجوء‬ ‫اجراءات‬ ‫تحت‬ ‫مقيم‬ ‫صالح‬ ‫كان‬
‫واللالجئيين‬ ‫الهجرة‬ ‫دائرة‬ ‫قبل‬ ‫من‬ ‫الطلب‬ ‫رفض‬ ‫قرار‬ ‫في‬ ‫طعنا‬ ‫قدم‬ ‫النه‬ ‫االستئناف‬ ‫محكمة‬ ‫على‬ ‫المقبلة‬ ‫‪.‬الفترة‬
‫‪8‬‬ ‫ال‬ ‫يقارب‬ ‫ما‬ ‫المانيا‬ ‫في‬ ‫اقامته‬ ‫خالل‬ ‫في‬ ‫تعرض‬ ‫الذي‬ ‫‪،‬‬ ‫الشاب‬ ‫هذا‬ ‫انتحار‬ ‫في‬ ‫واضح‬ ‫راي‬ ‫لدينا‬ ‫كالجئيين‬ ‫ونحن‬
‫مجموعة‬ ‫عليها‬ ‫يتعرض‬ ‫الضغوط‬ ‫وهذه‬ ‫‪،‬‬ ‫الضغوط‬ ‫لتلك‬ ‫نسبة‬ ‫انتحاره‬ ‫الى‬ ‫ادى‬ ‫مما‬ ‫االقامة‬ ‫على‬ ‫الحصول‬ ‫دون‬ ‫سنوات‬
‫المانيا‬ ‫وكل‬ ‫بارنيم‬ ‫مقاطعة‪X‬‬ ‫في‬ ‫الالجئين‬ ‫من‬ ‫‪.‬كبيرة‬
‫التي‬ ‫للعنصرية‬ ‫باالضافة‬ ‫‪،‬‬ ‫العامة‬ ‫االماكن‬ ‫كل‬ ‫في‬ ‫اليومية‬ ‫للعنصرية‬ ‫برادنبورغ‬ ‫والية‬ ‫في‬ ‫المقيميين‬ ‫الالجئيين‬ ‫يتعرض‬
‫االخيرة‬ ‫الفترة‬ ‫في‬ ‫المستمرة‬ ‫االنتهاكات‬ ‫عن‬ ‫الشكاوي‬ ‫كثرت‬ ‫كما‬ ‫المقاطعة‬ ‫كل‬ ‫في‬ ‫يوم‬ ‫كل‬ ‫تتصاعد‬ ‫‪.‬‬
‫مع‬ ‫تضامنا‬ ‫كامل‬ ‫ونعلن‬ ‫بارنيم‬ ‫منطقة‬ ‫في‬ ‫المحلية‬ ‫والحكومة‬ ‫االلمانية‬ ‫لللحكومة‬ ‫صالح‬ ‫انتحار‬ ‫مسؤولية‬ ‫نحمل‬ ‫نحن‬‫لالنتحار‬ ‫الوصول‬ ‫حتى‬ ‫طويلة‬ ‫ولفترات‬ ‫مستمرة‬ ‫بصورة‬ ‫الالجئيين‬ ‫وضغط‬ ‫اضطهاد‬ ‫على‬ ‫‪.‬‬
‫؟‬ ‫بعد‬ ‫ماذا‬
‫نسامح‬ ‫ولن‬ ‫نغفر‬ ‫لن‬ ‫‪،‬‬ ‫لالنسانية‬ ‫والمدمر‬ ‫القاتل‬ ‫النظام‬ ‫لهذا‬ ‫مقاومتنا‬ ‫للجميع‬ ‫بارنيم‬ ‫مجموع‬ ‫في‬ ‫اننا‬ ‫انه‬ ‫نعلن‬ ‫نحن‬ ‫عليه‬
‫نتجاوز‬ ‫‪.‬ولن‬
‫االقطار‬ ‫محطة‬ ‫من‬ ‫ابتداءا‬ ‫ايبرسفالد‬ ‫مدينة‬ ‫في‬ ‫‪21.03.2021‬‬ ‫الموافق‬ ‫االحد‬ ‫يوم‬ ‫في‬ ‫مظاهرة‬ ‫بعمل‬ ‫نقوم‬ ‫سوف‬ ‫لذلك‬
‫‪،‬‬ ‫ظهرا‬ ‫‪1‬‬ ‫ال‬ ‫تمام‬ ‫في‬ ‫اليبرسفالدة‬ ‫الرئيسية‬ ‫القطار‬ ‫محطة‬ ‫في‬ ‫التجمع‬ ‫سيكون‬ ‫‪،‬‬ ‫فيه‬ ‫توفى‬ ‫الذي‬ ‫المكان‬ ‫حتى‬ ‫الرئيسية‬
‫كل‬ ‫في‬ ‫سنتوقف‬ ‫‪،‬‬ ‫مختلفة‬ ‫محطات‬ ‫في‬ ‫المدينة‬ ‫خالل‬ ‫فيها‬ ‫سنتحرك‬ ‫كامل‬ ‫ليوم‬ ‫وطويلة‬ ‫كبيرة‬ ‫مظاهرة‬ ‫هناك‬ ‫وسيكون‬
‫عنها‬ ‫وسنتحدث‬ ‫العنصرية‬ ‫فيها‬ ‫يمارس‬ ‫التي‬ ‫والمناطق‬ ‫المؤسسات‬ ‫‪.‬‬
‫لها‬ ‫خططنا‬ ‫التي‬ ‫بالمظاهرات‬ ‫ايضا‬ ‫لحضوركم‬ ‫حوجة‬ ‫في‬ ‫ونحن‬ ‫لنا‬ ‫بالتبرع‬ ‫المادي‬ ‫لدعمكم‬ ‫نحتاج‬ ‫المجهود‬ ‫هذا‬ ‫‪.‬لعمل‬
‫اظهروا‬
‫!‬
‫‪Spendenkonto:‬‬
‫‪Barnim‬‬ ‫‪für‬‬ ‫‪alle‬‬
‫‪IBAN:‬‬ ‫‪DE‬‬ ‫‪78‬‬ ‫‪1705‬‬ ‫‪2000‬‬ ‫‪1110‬‬ ‫‪0262‬‬ ‫‪22‬‬
‫‪Sparkasse‬‬ ‫‪Barnim‬‬
‫‪Verwendungszweck:‬‬ ‫‪Wir‬‬ ‫‪sind‬‬ ‫‪alle‬‬ ‫!‪Salah‬‬

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FARSI

اعلامیه و فراخوانی از گروه بارنیم برای همه
صلاح تیار درگذشت…
همه ما صلاح هستیم!

تظاهرات یکشنبه،21 مارس ، 1 بعد از ظهر

21.03.2021

صلاح تیار ، پناهنده ای از چاد ، پنجشنبه ، 11 مارس 2021 هنگامی که از طبقه ششم خانه خود در شهر ابرسوالده در منطقه بارنیم به پایین انداخت، درگذشت. دلیل این امر فشار روانی است که وی برای مدت طولانی از طریق سیستم پناهندگی آلمان در معرض آن بود. او در آلمان اقوام و دوستان خود را دارد ، ما با آنها در ارتباط هستیم.
اقوام و دوستان به همبستگی ما احتیاج دارند. ما همچنین می خواهیم از نظر مالی همبستگی نشان دهیم. دوستان و اعضای خانواده برای پرداخت هزینه مراسم تشییع جنازه یا تشییع جنازه به پول نیاز دارند (این هنوز مشخص نیست).
صلاح از فشار شدید مراحل معمول پناهندگی رنج می برد. او می دانست که باید در ماه آوریل به دادگاه برود زیرا از رد درخواست پناهندگی توسط BAMF شکایت کرده بود. او می دانست که مردم چاد شانس کمی برای قبولی کیس پناهندگی دارند.
ما به عنوان پناهنده ، نظر روشنی در مورد خودکشی این جوان داریم که تقریباً 8 سال بدون اجازه اقامت امن در آلمان از عدم اطمینان رنج برده است. این فشار منجر به خودکشی وی شد. گروه بزرگی از پناهندگان در بارنیم و کل آلمان در معرض این فشار قرار دارند.
پناهجویانی که در براندنبورگ زندگی می کنند ، علاوه بر نژادپرستی که هر روز در سراسر کشور افزایش می یابد ، در همه مکان های عمومی در معرض نژادپرستی هستند. اخیراً گزارشات مربوط به حوادث نژادپرستانه افزایش یافته است.
دولت آلمان ، ایالت براندنبورگ و دولت محلی در منطقه بارنیم مسئول خودکشی صلاح هستند. ما همبستگی کامل خود را با خانواده و دوستانش اعلام می داریم.
پرونده صلاح مربوط به قربانیان سیستم پناهندگی است ، رژیمی نژادپرست که پناهندگان را مورد آزار و اذیت و فشار قرار می دهد تا زمانی که آنها خودکشی را به عنوان آخرین چاره ببینند.
و دیگر هیچ…
به همین دلیل است که ما به عنوان گروه „بارنیم برای همه“ مقاومت خود را در برابر این سیستم کشنده و ویرانگر اعلام می کنیم که افرادی را که وجدان خودشان را دارند. ما اجازه نمی دهیم که بایستد – ما نمی نمیخوابیم و فراموش نمی کنیم.
به همین دلیل ما یکشنبه ، 21 مارس 2021 ، در روز جهانی مبارزه با نژادپرستی ، تظاهراتی در شهر ابرسوالده برگزار خواهیم کرد که از ایستگاه قطار اصلی به محل مرگ وی در محله براندنبورگ منتهی می شود. این جلسه در ساعت 13 در ایستگاه اصلی قطار در Eberswalde آغاز می شود. (همچنین در حال بررسی برگزاری تظاهرات دیگری در مرکز شهر در روز سه شنبه 23 مارس هستیم.)
برای دستیابی به این هدف ، ما به کمک مالی شما از طریق کمک مالی و مشارکت شما در تظاهراتی که برنامه ریزی کرده ایم نیاز داریم.
همبستگی خود را نشان دهید!
حساب کمک مالی:
بارنیم برای همه
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اسپارکاسه بارنیم
هدف: همه ما صلاح هستیم!

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Pressemitteilung: „Wir sind alle Salah!“ http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2021/03/16/pressemitteilung-wir-sind-alle-salah/ http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2021/03/16/pressemitteilung-wir-sind-alle-salah/#comments Tue, 16 Mar 2021 07:12:23 +0000 refugeeswelcomebarnim Allgemein http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2021/03/16/pressemitteilung-wir-sind-alle-salah/

Heute, am Dienstag 16.3.21, um 17 Uhr werden Angehörige und Freund*innen vor dem Haus Senftenberger Str. 4 in Eberswalde Kerzen anzünden. Mittrauernde sind willkommen.

Pressemitteilung 16.03.2021

Selbstmord in Eberswalde aus Angst vor Abschiebung

So, 21.3.21, 13 Uhr, Eberswalde Hbf / 15 Uhr Senftenberger Str. (Brandenburgisches Viertel)

Salah Tayyar, ein Geflüchteter aus dem Tschad, nahm sich am vergangenen Donnerstag das Leben in seinem Haus in der Senftenberger Str. 4 im Brandenburgischen Viertel in Eberswalde. Er hatte im Tschad jahrelange Folter im Gefängnis erlebt, trotzdem bekam er in seinen 8 Jahren in Deutschland keine Aufenthaltsperspektive. Im April hätte er vor Gericht die letzte Chance gehabt, noch Asyl zu bekommen. Wie klein diese Chance für Menschen aus dem Tschad ist, wusste er sehr genau.

Die Gruppe „Barnim für alle!“ ruft unter dem Motto „Wir sind alle Salah!“ auf zu zwei Kundgebungen am Internationalen Tag gegen Rassismus, Sonntag, 21.3.21, um 13 Uhr Eberswalde Hbf und um 15 Uhr in der Senftenberger Str. im Brandenburgischen Viertel.

Salah Tayyar kam als junger Mann im Tschad wegen Ungehorsam in ein Militärgefängnis. In den zweieinhalb Jahren dort, so schilderte er es in seinem Asylverfahren, wurden er und andere Gefangene regelmäßig gefoltert. Nach jahrelanger Flucht durch Libyen und übers Mittelmeer erreichte er Deutschland. Da nach Einschätzung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) der Tschad ein weitgehend sicheres Land ist, wurde sein Asylantrag abgelehnt. Acht Jahre lang kämpfte er mit Hilfe einer Anwältin um ein Recht zu bleiben. Im April hätte er einen letzten Termin vor dem Verwaltungsgericht Frankfurt/Oder gehabt. „Salah Tayyar wusste sehr genau, dass er trotz seiner Geschichte fast keine Chance hatte, vom Gericht Asyl zuerkannt zu bekommen.“, erklärt Philipp Grunwald, der ihn im Rahmen der Asylverfahrensberatung kannte und den Gerichtstermin im April mit ihm vorbereitet hatte. Freunde und Angehörige bestätigen, dass die unklare Aufenthaltsperspektive das Problem war, das ihn in Depression stürzte und eine Behandlung seiner Traumatisierungen unmöglich machte.

„Als Geflüchtete haben wir eine klare Meinung über den Selbstmord dieses jungen Mannes, der (…) in Deutschland fast 8 Jahre lang (…) an der Ungewissheit gelitten hat.“, schreibt die Gruppe „Barnim für alle“, in der sich Geflüchtete gegen Rassismus organisieren, in einer Erklärung von Montag Abend. „Dieser Druck führte zu seinem Selbstmord. Diesem Druck ist eine große Gruppe von Geflüchteten im Barnim und ganz Deutschland ausgesetzt.“ Die Gruppe macht das deutsche Asylsystem und die Landes- und Landkreisbehörden direkt für den Tod des Mannes verantwortlich: Er sei „Opfer eines rassistischen Regimes, das Geflüchtete so lange verfolgt und unter Druck setzt, bis sie den Selbstmord als letzten Ausweg sehen.“ „Was kommt als nächstes?“, fragt der Aufruf, und kündigt an: „Wir lassen das nicht stehen – wir vergeben nicht, wir vergessen nicht.“ Weil viele Geflüchtete in derselben permanenten Unsicherheit über ihren Aufenthalt in Deutschland leben müssen, entstand das Motto: „Wir sind alle Salah!“

Am Internationalen Tag gegen Rassismus, Sonntag, 21.3.21, sollen deshalb zwei Kundgebungen stattfinden: 13 Uhr Eberswald Hbf., 15 Uhr Senftenberger Str. im Brandenburgischen Viertel, vor dem Haus, in dem Salah Tayyar wohnte. Außerdem ruft die Gruppe zu Spenden für die Familie des Mannes auf. Noch offen sei es, ob er in Deutschland beerdigt oder sein Leichnam in den Tschad überführt wird.

Heute, am Dienstag 16.3.21, um 17 Uhr werden Angehörige und Freund*innen vor dem Haus Senftenberger Str. 4 in Eberswalde Kerzen anzünden. Mittrauernde und Presse-Vertreter*innen sind willkommen.

Spendenkonto:

Barnim für alle
IBAN: DE 78 1705 2000 1110 0262 22
Sparkasse Barnim

Verwendungszweck: Wir sind alle Salah!

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„Barnim für alle!“- Rückblick auf das Jahr 2020 http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2020/12/23/neuigkeiten-von-der-spendenkampagne-keine-abschiebungen-aus-dem-barnim-2/ http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2020/12/23/neuigkeiten-von-der-spendenkampagne-keine-abschiebungen-aus-dem-barnim-2/#comments Wed, 23 Dec 2020 19:45:45 +0000 refugeeswelcomebarnim Allgemein http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2020/12/23/neuigkeiten-von-der-spendenkampagne-keine-abschiebungen-aus-dem-barnim-2/ Neuigkeiten von der Spendenkampagne „Keine Abschiebungen aus dem Barnim!“ – Dezember 2020

2020 war für das „Barnim für alle“-Netzwerk ein sehr aktionsreiches Jahr, trotz Corona – oder auch gerade weil die Pandemie einige Probleme noch offensichtlicher macht. Wir sind mehr und vielfältiger geworden, und so gab es von März bis Dezember jeden Monat mindestens eine politische Aktion, die aus unserem Netz (mit)organisiert wurde. Vor allem mit dem Bürger*innen-Asyl konnten wir 2020 mindestens 23 Menschen helfen, ihre Abschiebung zu verhindern. In diesem Newsletter berichten wir:

• 2020 – jeden Monat eine Aktion!
• Wir trauern: Omar ist bei uns
• Entwicklungen, die Sorgen machen
• Mit uns vernetzte Gruppen
• Was aus unterstützten Menschen geworden ist
• Was wir mit euren Spenden gemacht haben

2020 – ein Jahr voller Aktionen!

März:
Eine Kundgebung der AfD in Bernau war Anlass, bei der Gegenkundgebung zu Spenden aufzurufen – je mehr AfDler*innen, desto mehr sollte gespendet werden, für Women in Exile, ProAsyl und Barnimer Bürger*innen-Asyl.

Gegen Ablehnungen durch das BAMF und damit drohende Abschiebungen in den Sudan richtete sich eine Kundgebung am 9.3. in Berlin.

April:
Wir waren am Verfassen der Presseerklärung: „Sammelunterkünfte auflösen – Umverteilung jetzt, bevor es zu spät ist!“ beteiligt. Aufgrund der Enge und fehlenden Rückzugsmöglichkeiten in den Heimen warnten wir vor Corona-Ausbrüchen in den Einrichtungen.

Im April organisierte Welcome United Brandenburg mit vielen Aktiven aus dem Barnim diverse Aktionen gegen die Einstellung der Buslinie zur Erstaufnahme in Doberlug-Kirchhain, ganz im Süden von Brandenburg. Neben Shuttle-Aktionen zum Supermarkt gelang es uns, eine der ersten lockdown-gerechten Demos durchzuführen – mit Begrenzung auf 20 Personen, nur aus Elbe-Elster und Barnim. In dem Erstaufnahmelager leben etwa 500 Menschen, 4 km vom Ort entfernt, ohne Bus abgeschnitten von jeder Infrastruktur. Unsere Forderung: Alle Lager schließen! Wohnungen für alle!

Mai:
Zum Tag der Befreiung am 8.5. waren wir in Biesenthal und Bernau aktiv.

Juni:
Mit einem breiten Bündnis antirassistischer Gruppen, vor allem selbstorganisierter Geflüchteter, organisierten wir die Fahrrad-Sternfahrt und Kundgebungen „Alle Lager Schließen – an den Außengrenzen wie in Brandenburg“ in Potsdam.

Als eine Quarantäne 20 Bewohner*innen des Heims für Geflüchtete in Bernau-Waldfrieden traf, veranstalteten wir ein Konzert vor dem Heim mit dem Motto: „Wohnungen statt Heime!“


Bei der Menschenkette von „unteilbar!“ mit bis zu 20.000 Menschen wurden mehrere Redebeiträge von geflüchteten Aktivist*innen von Barnim für alle gehalten.

Juli:
Die Bewegung in den USA, der Rassismus im Alltag und bei der Polizei in Deutschland und im Barnim waren Themen der „Black Lives Matter“ Demo in Eberswalde am 11.7.2020.

Das Sommercamp des Welcome United Netzwerks Berlin-Brandenburg fand im Barnim statt – mit Workshops, Debatten und Kulturprogramm, mit 80 geflüchteten und hiergebliebenen Aktiven. Auch mit Corona-Präventions­maßnahmen ein sehr inspirierendes Ereignis.


August:
Gleich zwei Aktive von „Barnim für alle“ waren mit Strafanzeigen wegen „illegaler Einreise“ konfrontiert. Wir sagten „Kein Mensch ist illegal“ und „Flucht ist kein Verbrechen“ mit Kundgebungen bei den Gerichtsprozessen – am 29.06. in Strausberg
und am 11.08. in Bernau

September:
Im Rahmen der bundesweit stattfindenden Antirassistischen Aktionstage luden wir am 3.9. zu „We Stay United“, einer Kundgebung mit 5 Barnimer Livebands, Artistik und Reden, nahe der Ausländerbehörde in Eberswalde. Am 5.9. wiederum eine Demo in Doberlug-Kirchhain: „Alle Lager schließen!“

Anfang September überschlugen sich Ereignisse: Das Lager Moria auf Lesbos brannte, Omars Leiche wurde an der italienischen Küste angespült (s.u.), aus dem Barnim wurden Menschen nach Pakistan abgeschoben und in Bernau gab es einen rassistischen Angriff mit Baseballschläger. Aus diesen Anlässen organisierten wir am 10.9. eine Kundgebung in Bernau.

Außerdem waren wir an der Demo am 9.9. in Berlin beteiligt:

Oktober:
Im Rahmen der „Human Library“, der „menschlichen Bibliothek“, konnten Barnimer*innen im Amonpark in Eberswalde Menschen mit Fluchterfahrung Fragen zu ihrer persönlichen Geschichte stellen – quasi in den persönlichen Geschichten „blättern, wie in einem Buch“.

November:
Nach einem rassistischen Angriff in Biesenthal rief „Barnim für alle“ zusammen mit dem Bürgermeister, der Grundschule, und über 30 weiteren lokalen Organisationen zum „Solidarischen Spaziergang gegen Rassismus“ auf. 300 Menschen beteiligten sich an der Aktion in dem 6000-Einwohner*innen-Städtchen.


Dezember:
Am 06.12.2020 jährte sich die Ermordung von Amadeu Antonio durch einen Nazimob in Eberswalde zum 30. Mal. Zum Gedenken waren 300 Menschen am Gedenkstein nahe der „Eisenspalterei“ in Eberswalde.

Zum Jahresabschluss gab es noch einmal eine Kundgebung in Bernau am 12.12.: „No one is an island“

Wir trauern: Omar ist bei uns
Omar Ali Osman, der kleine Bruder eines Aktivisten und Freundes aus unserem Netzwerk, ist tot. Er ertrank am 30.August 2020 vor der italienischen Küste beim Versuch nach Europa zu gelangen bei einem Bootsunglück in Sichtweite des Strandes. Er war 15 Jahre alt und floh vor dem Terror in Somalia. Omar wurde Opfer der Festung Europa. Tragisch zeigte sich, wie dringend unsere Forderung nach sicheren Fluchtwegen und offenen Grenzen ist.
An der Beerdigung in Milano nahm die Familie in Mogadischu per Video teil. Auch sein Bruder im Barnim – mit einer Ausbildungsduldung ist das Verlassen Deutschlands verboten und eine Ausnahme wollte die Ausländerbehörde nicht machen.
Wir trauern mit den Angehörigen.

(Wir haben die Flugkosten von Schwester und Schwager aus Dänemark zur Beerdigung übernommen. Auch dafür nehmen wir gern noch Spenden entgegen.)

Entwicklungen, die Sorgen machen
Eines unserer zentralen Themen sind weiterhin Abschiebungen aus dem Landkreis: Von Januar bis September wurden nach Angaben der Landkreisverwaltung 6 Menschen aus dem Barnim abgeschoben. Angesichts des Corona-bedingten Abschiebestopps, der von März bis Juni andauerte, eine hohe Zahl. Seit dem Herbst sind Reisen wieder sehr erschwert und die Lebensbedingungen in Griechenland, Italien und Spanien, und noch mehr in vielen Herkunftsländern, noch wesentlich schlechter geworden als in den Jahren zuvor, gerade was Unterbringung und Gesundheit angeht. Trotzdem gibt es keinen Abschiebestopp.
Wie uns zu Ohren gekommen ist, gab es erst vor einigen Wochen eine Dublin-Abschiebung aus dem Barnim nach Griechenland – statt die Menschen aus den schrecklichen Bedingungen in Griechenland aufzunehmen, organisiert die Ausländerbehörde sogar wieder Abschiebungen!

Das Land Brandenburg versucht seit letztem Jahr, alle Dublin-Abschiebungen direkt aus den Erstaufnahme-Lagern zu machen. Das Erstaufnahmelager Doberlug-Kirchhain im Süden Brandenburgs ist darauf spezialisiert: von den über 500 Bewohner*innen sind so gut wie alle abschiebebedroht, an jedem Werktag finden nachts Abschiebungen statt. Menschen aus dem Lager schreiben: „Wir sind vor Krieg und Angst geflohen. Hier wollen wir Sicherheit und Frieden. Aber nun sind wir in einem Heim voller Angst. Wir fühlen uns eingesperrt wie in einem Gefängnis, wir sind weit weg von anderen Menschen, vom Leben. Wir haben doch nichts Falsches oder Kriminelles gemacht. Und trotzdem kommt so viel Polizei wegen uns.“ Durch die zentrale Unterbringung der meisten Dublin-Abschiebe-Gefährdeten in einem extrem abgelegenen Lager wird es immer schwerer, Abschiebungen zu verhindern. Unsere Strategie, unsere Kämpfe auf Landkreisebene zu fokussieren, kommt hier an Grenzen – wenn die Abschiebungen stattfinden, bevor Menschen überhaupt in den Barnim umverteilt werden. Deshalb unterstützen wir auch Menschen, die nicht im Barnim wohnen, z.B. aus der Erstaufnahme.

Rassismus ist im Barnim wie überall leider allgegenwärtig, Tendenz steigend – wie neben den schon erwähnten Übergriffen u.a. die Chronik 2019 von SOS Rassismus Barnim zeigt.
Immerhin gab es in diesem Jahr etwas mehr mediale Aufmerksamkeit – für diejenigen, die jeden Tag ausgegrenzt, beleidigt, schlechter behandelt oder angegriffen werden, braucht es aber dringend mehr als nur ein paar Berichte!

Vor bald drei Jahren haben wir mit einem offenen Brief und einer Demo vor dem Grundsicherungsamt in Eberswalde dafür demonstriert, dass Menschen die ihnen zustehenden Leistungen erhalten. Leider bekommen immer noch diverse Menschen nicht die Leistungen nach §2 AsylbLG, die sie nach 18 Monaten in Deutschland bekommen sollten.

Mit uns vernetzte Gruppen

„Barnim für alle“-Gruppe

Seit 2019 gibt es als Teil unseres Netzwerkes eine Gruppe, die großteils aus geflüchteten Aktiven besteht, sich autonom organisiert und den Namen „Barnim für alle“ als Gruppennamen verwendet. Die Gruppe hat sich 2020 an vielen Aktionen beteiligt und sich in Workshops gegenseitig fortgebildet – z.B. im Reden halten bei Veranstaltungen (zum Anwenden gab es viele Möglichkeiten) oder Empowerment im Umgang mit Ämtern. Die Aktiven der Gruppe arbeiten zu Themen, die gesellschaftliche Probleme und zugleich oft auch die persönlichen Probleme sind: Kampf um Aufenthalt und gegen Abschiebungen, Alltagsrassismus, u.a. Die Gruppe hat ein sehr sehenswertes einminütiges Video erstellt zum Thema: „Zum 30. Todestag von Amadeu Antonio wünsche ich mir…“ (Link zu youtube). Ein facebook und Instagram Auftritt, weitere Workshops und Aktionen sind in Arbeit.

„Bürger*innen-Asyl Barnim“
Die Bürger*innen-Asyl-Kampagne hat sich verstetigt, mit mehreren Lokalgruppen und schon etwas mehr Orten, an denen Abschiebebedrohte gastfreundlich aufgenommen werden. Wir freuen uns über weitere Zimmerangebote – bitte nehmt (zum Schutz der Abschiebebedrohten vertraulich!) Kontakt zu uns auf!

Was aus den unterstützten Menschen geworden ist
Im letzten Jahr konnten wir, vor allem mit dem Bürger*innen-Asyl, mindestens 23 Menschen helfen ihre Abschiebung zu verhindern. Bei den meisten wird nun überhaupt erst ihr Asylantrag in Deutschland bearbeitet und sie warten und hoffen auf eine positive Entscheidung des BAMF. Das Warten darauf ist zermürbend. Eine Bearbeitung der Traumatisierungen, die viele erlebt haben, ist kaum möglich, solange die Zukunftsperspektive so unsicher ist. Aktuelle Zahlen belegen, dass weiterhin die Entscheidungen des BAMF sehr oft falsch sind. 59,1 % der Klagen von Afghan*innen hatten 2020 gegen negative BAMF-Entscheidungen Erfolg. Die Klage, die sich jahrelang hinzieht, weil die Gerichte völlig überlastet sind, ist eine weitere zermürbende Zeit der Unsicherheit.

Einige der ehemals Unterstützten haben sich dem Bürger*innen-Asyl oder der Gruppe „Barnim für alle“ angeschlossen. Regelmäßig bangen wir mit den Freund*innen um ihren Aufenthalt. Allein in der letzten Woche hat einer der Aktiven eine Anerkennung bekommen und einer eine Ablehnung – ein Auf und Ab der Gefühle. Ein älterer Mann, der im letzten Jahr im Bürger*innen-Asyl war, hat sich im Sommer entschieden, freiwillig in sein Land zurückzukehren – trotz der Ängste vor Verfolgung und Bedrohung, weil er hier – im immer nur warten und nichts machen dürfen – keine Perspektive mehr sah. Was für eine schwierige Entscheidung! Wir haben mit ihm gebangt, zum Glück ist er sicher angekommen – als Atheist in einem streng muslimischen Land versucht er nun, möglichst wenig aufzufallen.
Auch jenseits vom Aufenthalt gibt es viele weitere Probleme: Der Alltagsrassismus im Barnim lässt viele davon träumen, wegzuziehen. Wohnungen sind fast unmöglich zu finden – der Mangel an Sozialwohnungen ist ein politisches Problem. Unsere Forderung an Landkreis und Kommunen: Bezahlbare Wohnungen zur Verfügung stellen/bauen – für alle!

Was wir mit euren Spenden gemacht haben
2020 haben wir im Durchschnitt nur etwa 250 Euro pro Monat Dauerspenden erhalten (Das waren schon mal mehr!). Dazu kamen erfreulich viele einmalige Spenden. Unter anderem haben wir einmalig eine Förderung aus dem Fonds Zivilcourage, der zivilen Ungehorsam unterstützt, für unsere Kampagne gegen Abschiebungen erhalten.
Mit dem Geld konnten wir von Abschiebung bedrohte Menschen unterbringen (Mieten) und diejenigen, die keine staatlichen Leistungen erhalten, mit Geld zum Leben, für Anwält*innen, Fahrten, Gesundheitskosten, u.a. unterstützen. Mindestens 25 Personen haben im letzten Jahr auf eine dieser Weisen Hilfe von uns bekommen, im Durchschnitt geben wir 1000-1500 Euro pro Monat dafür aus. Langfristig sind wir auf eine Erhöhung der Spenden angewiesen und freuen uns besonders über Daueraufträge. Jede Spende hilft – ob klein oder groß, regelmäßig oder einmalig!

Barnim für alle Netzwerk

Termine, Veranstaltungen:
refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/
Kontakt: refugees-welcome @ so36.net

Bürger*innen-Asyl Barnim:
www.b-asyl-barnim.de
info @ b-asyl-barnim.det

Spendenkonto:
IBAN: DE78 1705 2000 1110 0262 22
Sparkasse Barnim
Konto-Inhaber: Barnim für alle

Wir können für dieses Konto keine Spendenbescheinigungen ausstellen.
Wenn ihr nur mit Spendenbescheinigung spenden wollt, kontaktiert uns bitte vorher.

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50 Menschen auf Kundgebung in Bernau http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2020/12/17/175/ http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2020/12/17/175/#comments Thu, 17 Dec 2020 13:35:47 +0000 refugeeswelcomebarnim Allgemein http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2020/12/17/175/

Etwa 50 Menschen verammelten sich am 12. Dezember auf dem Bahnhofsvorplatz zu einer Kundgebung unter dem Motto „No one is an island“ (Aufruf). In mehreren Redebeiträgen ging es um Alltagsrassismus und Solidarität untereinander. Ein Abschiebestopp und eine Ende der Unterbingung in Massenunterkünften wurden gefordert.

Medienberichte:
Videobericht beim RBB
Bericht mit Fotos auf bernau-live.de
Moz-Artikel (leider hinter einer Bezahlschranke)

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Zum 30. Todestag von Amadeu Antonio http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2020/12/11/zum-30-todestag-von-amadeu-antonio/ http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2020/12/11/zum-30-todestag-von-amadeu-antonio/#comments Fri, 11 Dec 2020 09:48:11 +0000 refugeeswelcomebarnim Allgemein http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2020/12/11/zum-30-todestag-von-amadeu-antonio/ Bild: Amadeu Antonio auf Moped

Am 06.12.2020 jährte sich die Ermordung von Amadeu Antonio durch einen Nazimob in Eberswalde zum 30. Mal. Die Gruppe Barnim für alle hat ein sehr sehenswertes einminütiges Video erstellt zum Thema: „Zum 30. Todestag von Amadeu Antonio wünsche ich mir…“, Dieses Video findet sich hier auf youtube.

Die Kampagne „Light Me Amadeu“ hatte in Kooperation mit der Stadt Eberswalde und dem Landkreis Barnim zum dezentralen Gedenken eingeladen – an der Gedenktafel (in der Eberswalder Str., unweit der Bushaltestelle „Eisenspalterei“) und zu einer corona-bedingt kleineren Gedenkveranstaltung am Todestag. Berichtet wurde z.B. von der tageszeitung und der Märkischen Oderzeitung

Über die Geschichte des Mordes, der Neonazi-Aktivitäten und des Rassismus in Eberswalde von 1990 bis heute gibt diese 15minütige Doku von rbb und zeit-online Aufschluss. Trotz umfangreicher Filmarbeiten mit der Gruppe „Barnim für alle“ wurde der aktuellere Teil leider sehr stark gekürzt und die Probleme des strukturellen Rassismus durch staatliche Organe u.a. weggelassen – trotzdem sehenswert, gerade was die Geschichte angeht.

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„No one is an island“ http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2020/12/07/no-one-is-an-island/ http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2020/12/07/no-one-is-an-island/#comments Mon, 07 Dec 2020 17:59:28 +0000 refugeeswelcomebarnim Allgemein http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2020/12/07/no-one-is-an-island/

Unter diesem Motto lädt die Initiative Bürger*innenasyl Barnim zu einer Kundgebung ein

12.12.2020 – 14 Uhr – Bahnhofsvorplatz Bernau

Weihnachten ist eigentlich eine Zeit, wo wir alle etwas zusammenrücken. Dieses Jahr ist das anders und deshalb besonders wichtig, aufeinander acht zu geben. Mit Maske und Abstand soll ein Treffen zum Austausch von Aktiven, Interessierten und Freunden möglich werden.

Gemeinsam stehen wir auf für Solidarität und gegen Rassismus

Wir freuen uns auf einen Nachmittag mit:
Interessanten Redebeiträgen
Gesprächen und Austausch
Kulturellem Programm mit Musik
Weihnachtlichem Glühweinstand

Wir wollen unter anderem auf folgende Punkte aufmerksam machen:
Allgemeine Situation Geflüchteter
Zustände während der Corona-Krise in Heimen
Abschiebungen während der Corona-Krise
Soziale Isolation während der Corona-Krise

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Aufstehen gegen Hass und Gewalt! http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2020/11/26/aufstehen-gegen-hass-und-gewalt/ http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2020/11/26/aufstehen-gegen-hass-und-gewalt/#comments Thu, 26 Nov 2020 14:10:05 +0000 refugeeswelcomebarnim Allgemein http://refugeeswelcomebarnim.blogsport.de/2020/11/26/aufstehen-gegen-hass-und-gewalt/

Eberswalde, Halle, Hanau, Kassel, Mölln … nur eine Auswahl von Orten, an denen rassistisch-motivierte Morde und Angriffe ein trauriger Teil der Stadtgeschichte sind. Es sind Orte und Ereignisse, die uns daran erinnern, dass noch nicht genug gegen menschenfeindliche Stimmung und Gesinnung getan getan worden ist und die uns auch weiterhin aufrütteln sollten, mehr zu tun. Denn nur zu oft vergessen wir, dass schon abfällige und ausgrenzende Blicke, Bemerkungen, Beleidigungen und Bedrohungen erste Alarmsignale für Alltagsrassismus sind. Wir wollen, dass sich alle Menschen gegen Rassismus und Diskriminierung positionieren, einschließlich jener, die nicht selbst von Rassismus und Diskriminierung betroffen sind bzw. diese erfahren haben!

Anlässlich des 30. Todestages von Amadeu Antonio möchte die Barnimer Kampagne „Light Me Amadeu“ in Kooperation mit der Stadt Eberswalde und dem Landkreis Barnim gemeinsam mit möglichst vielen Menschen ein deutliches Zeichen gegen Rassismus, Hass und Hetze, für Solidarität, Demokratie und Menschenrechte setzen.

Trotz der Corona-Pandemie wird dieses Gedenken stattfinden. Nicht so, wie wir es ursprünglich geplant haben, sondern dezentral. Wir rufen deshalb dazu auf, sich in der Zeit zwischen dem 25. November (Tag nach dem Angriff) und dem 6. Dezember 2020 (Tag seines Todes) an einem digitalen und dezentralen Gedenken zu beteiligen. Legt in dem gesamten Zeitraum einzeln oder in kleinen Gruppen am Gedenkstein Blumen und Botschaften nieder! Streamt Videobotschaften! Verbreitet eure Statements und Fotos unter dem Hashtag #amadeuantonio. Schickt bitte alles auch an palancaev@gmx.de.

Eine kleine Gedenkveranstaltung mit begrenzter Teilnehmerzahl findet unter Beachtung der Corona Auflagen statt
am Sonntag, den 6. Dezember 2020 um 14 Uhr in Eberswalde

Geplant ist eine Auftaktkundgebung am ehemaligen „Hüttengasthof“ (Ecke Lichterfelder / Eberswalder Straße) mit anschließendem Demonstrationszug zur etwa 250 m entfernten Mahn- und Gedenktafel für Amadeu Antonio. Dort können nach den kurzen Wort- und Musikbeiträgen Kerzen oder Blumen niederlegt werden.

Um 17.00 Uhr findet ein digitaler Workshop zum Thema Alltagsrassismus statt. Achtet auf aktuelle Ankündigungen.

Wir laden alle Menschen zur Teilnahme ein, die für Respekt und Solidarität, gegen Hass, Hetze und Gewalt einstehen.

Erstunterzeichner:innen:
•Barnimer Kampagne „Light Me Amadeu“
•Afrikanischer Kulturverein „Palanca“
•Axel Vogel (GRÜNE), Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz des Landes Brandenburg
•MdL Hardy Lux (SPD)
•MdL Sebastian Walter (DIE LINKE)
•Amadeu-Antonio-Stiftung
•Vorstand des Aktionsbündnisses gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit
•Flüchtlingsrat Brandenburg
•Opferperspektive e.V.
•Pan-African Womens Empowerment & Liberation Organisation (Pawlo) e.V.
•Assoextra BB e.V. Verein der ehemaligen angolanischen Vertragsarbeiter im ehemaligen Ost-Deutschland in Berlin – Brandenburg
•DGB Region Ostbrandenburg
•Evangelische Stadtkirchengemeinde Eberswalde
•Barnimer Bürger*innenasyl
•„Barnim für Alle“
•Bürgerstiftung Barnim Uckermark
•SOS Rassismus Barnim
•#unteilbar Eberswalde
•Recht auf Stadt Eberswalde
•NaturFreunde – Ortsgruppe Eberswalde
•Antifaschistische Initiative Eberswalde „afie“
•Projekt „Quecke“ Kultur und Bildung in Brandenburg e.V.
•Begegnungszentrum „Wege zur Gewaltfreiheit“
•Bürgerbündnis für eine gewaltfreie, tolerante und weltoffene Stadt Angermünde
•Bernauer Netzwerk für Weltoffenheit
•Kontakt- und Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt, Bernau
•Bündnis 90/Die Grünen Kreisverband Barnim
•Grüne Jugend Barnim
•DIE LINKE Kreisverband Barnim
•Linksjugend [’solid] KARL
•SPD Unterbezirk Barnim
•Jusos Unterbezirk Barnim

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