Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Quarantäne im Geflüchteten-Wohnheim in Bernau-Waldfrieden

Presseerklärung, 29.05.2020

Quarantäne im Geflüchteten-Wohnheim in Bernau-Waldfrieden –
erster Bewohner postiv auf Covid-19 getestet

Geflüchtete im Barnim können Corona-Abstandsregeln nicht einhalten – „Barnim für alle“ fordert die Unterbringung in Wohnungen statt in Heimen

In Geflüchteten-Wohnheim in Bernau-Waldfrieden ist der erste Bewohner positiv auf Covid-19 getestet worden und befindet sich nun im Krankenhaus. Etwa 20 Bewohner*innen wurden daraufhin unter Quarantäne gestellt.

Das wichtigste Gebot in den letzten Wochen war „Abstand halten“. Und es steht zu befürchten, dass wir auch in der kommenden Zeit darauf achten müssen unnötige Kontakte zu vermeiden. Viele Geflüchtete im Barnim können aber keinen Abstand halten. Sie wohnen in sogenannten Übergangswohnheimen (Basdorf, Bernau-Waldfrieden, Eberswalde, Joachimsthal, Oderberg, Ützdorf, Wandlitz) in sehr beengten Verhältnissen ohne Privatsphäre in Mehrbettzimmern. Sie müssen sich die Kochräumlichkeiten und Sanitäranlagen teilen. (mehr…)

01.06. Potsdam: Abolish all Camps – Alle Lager schließen

*English version below*

Auf die Straße! Join in!

13:30: 4 Fahrraddemos mit Stopps an Sammelunterkünften für Schutzbedürftige
Startpunkte an den Unterkünften: Lerchensteig; Handelshof; Grotianstraße; Pirschheide

15:00: 2 Kundgebungen in Potsdams Innenstadt: Landtag; Brandenburger Tor

Routen, Treffpunkte und Infos:
https://www.facebook.com/events/180267679955742/

*** SAMMELUNTERKÜNFTE UND EU-LAGER SIND UNZUMUTBAR! ***
Die Lebensbedingungen in Sammelunterkünften für Geflüchtete in Deutschland sind unerträglich: Es gibt kaum Rückzugsräume, Menschen leben in Mehrbettzimmern. Sanitäranlagen und Küchen müssen sich mit sehr vielen Menschen geteilt werden. Für ein Bett im Mehrbettzimmer zahlen Menschen mit Job in Brandenburg bis zu 500 Euro. Die Unterkünfte liegen meist isoliert außerhalb von Siedlungen. Viele leben jahrelang unter solchen Umständen!
In den Lagern um die EU-Grenzen herrschen katastrophale Lebensbedingungen: Wasser, Seife, Sanitäranlagen sind knapp, die Lager überfüllt und militärisch abgeriegelt. (mehr…)

Eberswalde als „Sicherer Hafen“?


Genau 50 Menschen fanden sich heute zu einer Kundgebung im Rahmen der Seebrücken-Kampagne auf den Eberswalder Marktplatz ein. Diese Menge entsprach genau den Vorgaben des Corona-bedingten Auflagenbescheides. Das war auch der Grund, warum die organisierende Gruppe nur wenig für die Kundgebung geworben hatte. Um so erfreulicher das trotzdem so viele Menschen zusammenkamen. (mehr…)

8. Mai: Tag der Befreiung in Biesenthal

Nicht nur in Bernau, auch in Biesenthal wurde der Tag der Befreiung zum Anlass des Erinnerns und Mahnens genommen – mit einer Plakat-Installation am Markt und dem stillen Gedenken an den Steinstelen für die Zwangsarbeiter*innen in Biesenthal.

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8.Mai: Tag der Befreiung in Bernau

Zum 75. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus wurde auch im Barnim auf vielfältige Weise erinnert und für die Zukunft gemahnt.

In Bernau wurde im Rahmen des Gedenkens, zu dem das Netzwerk für Weltoffenheit eingeladen hatte, ein 20 Meter langes Plakat in der Fußgängerzone entrollt: „75 Jahre sind nicht genug – Entnazifizierung jetzt!“ (mehr…)

Geflüchtete werden zu Straftätern erklärt


https://photosaurus.de/portfolio/kein-mensch-ist-illegal/

Presseerklärung, 01.05.2020

Einige Geflüchtete aus dem Barnim haben Strafbefehle bekommen. Vorgeworfen wird ihnen entweder „illegal“ nach Deutschland eingereist zu sein oder sich „illegal“ in Deutschland aufgehalten zu haben. Die Initiative „Barnim für alle“ protestiert dagegen, dass die Geflüchteten so zu Straftätern erklärt werden und organisiert mit einer Spendensammlung Solidarität.

Musa* ist aus dem Sudan geflüchtet, weil er dort politisch gegen die Diktatur aktiv war. Ihm wird vorgeworfen, dass er wissentlich ohne Papiere von Frankreich nach Deutschland weitergereist sei. Er versteht nicht warum er kriminalisiert wird: „Aus meiner Sicht macht es keinen Sinn, dass ich eine Strafe bekomme, weil ich Asyl beantrage. Ich habe mich doch selber bei der Polizei gemeldet, um Asyl zu beantragen.“ (mehr…)