Antira-Kongress Bernau 10.-12.09.2021

Liebe Verbündete im antirassitischen Kampf und Engagement,

nicht erst die Black-Lives-Matter-Bewegungen in Deutschland 2020 und 2021 haben gezeigt, dass es Bedarf und Motivation von BIPOC und Migrant*innen für die Mitgestaltung der gemeinsamen gesellschaftlichen Lebensbedingungen gibt. Schon seit den 1990er Jahren engagieren sich migrantische Selbstorganisationen, dessen Perspektiven häufig übersehen und die zu wenig mit einbezogen werden.

Der AntiRa-Kongress erstreckt sich über drei Tage und findet je nach Coronalage vor und im Dosto in Bernau (Breitscheidstr. 43c – Kulturhof) statt. Der Kongress ist eine Zusammenarbeit des biF e.V. mit lokalen politischen Initiativen wie „Barnim für Alle“ und dem „Bürger*innenasyl Barnim“ und soll die Sichtbarkeit vorhandener politischer und antirassistischer Akteur:innen im Barnim und Brandenburg fördern, Möglichkeiten der demokratischen Partizipation und Selbstorganisation im Kampf gegen Rassismus und (extrem) rechte Einstellungen erörtern und jungen Menschen mit und ohne Flucht- und/oder Rassismuserfahrung Wege aufzeigen, gemeinsam die eigenen Lebensbedingungen und die Gesellschaft aktiv mitzugestalten.

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, Sie und Euch erwarten Workshops, Vorträge, kulturelle Beiträge und am Freitag- und Samstagabend Konzerte.

Für die Verpflegung der Teilnehmer*innen während des Kongresses ist gesorgt. Die ‚Wukantina‘, ‚Barnim für alle‘ und Kiezkantine Berlin füllen unsere Bäuche mit Köstlichkeiten. Außerdem bemühen wir uns Übersetzungen in unterschiedliche Sprachen und eine Kinderbetreuung zu organisieren.

Wir freuen uns über viele Teilnehmer:innen. Merkt euch/Merken Sie sich den Termin und kommt/kommen Sie vorbei. Für eine bessere Planung, nehmen wir gerne vorab Anmeldungen unter arkobar@mail36.net in Empfang. Vor allem für die Workshops mit einer begrenzten Teilnehmer:innenzahl ist eine rechtzeitige Anmeldung sinnvoll.

Der Eintritt ist kostenlos.

Vorläufiges Programm

Freitag ab 16:00 Uhr

Zuerst präsentieren wir einen Kurzfilm aus der Reihe „Baseballschlägerjahre“.
In dem Film geht es um die Tötung von Amadeu Antonio Kiowa, der als angolanischer Vertragsarbeiter in die DDR gekommen war und von rechten Skinheads in Eberswalde zu Tode geprügelt wurde. Nach der kurzen Doku spricht Mustafa Hussien von „Barnim für alle“ über Aktualitäten und Kontinuitäten von Rassismus in Barnim.

Anschließend zeigen wir den Dokumentarfilm „Die vergessenen Migrant:innen“.
Mit den Porträts von vier Migrant*innen beleuchtet der Dokumentarfilm die Auswirkungen des Klimawandels und den Einfluss des EU-Grenzregimes
auf Mobilität in Westafrika. Wir freuen uns sehr, dass der Regisseur Richard Djimeli Fouofié [Kamerun/Deutschland] im Anschluss des Filmes für Fragen und ein Gespräch zur Verfügung steht.

Abschließend können wir gemeinsam zu rockig-punkigen Klängen der Bernauer Band WHAT feiern und bei einer *Feuershow *den Tag ausklingen lassen.

Samstag ab 10:00 Uhr

Am Samstag heißt es dann selbst aktiv werden und sich bei Workshops und Vorträgen über Rassismus und Möglichkeiten des antirassistischen
Handelns im Barnim und Brandenburg zu informieren.

Workshop: „Theater als Methode des antirassistischen Empowerments“
Mustafa Hussien von `Barnim für alle´ führt in die Methode des Theater der Unterdrückten von Augusto Boal ein. Ziel ist, eine kleine Aufführung
für Sonntag vorzubereiten und sie mit den anderen Teilnehmenden des Kongresses zu teilen. [Dauer ca. 3h, max. 5 Teilnehmer:innen. Anmeldung erwünscht.]

Workshop „Geschichte(n) und Gegenwart von Rassismus und antirassistischem Engagement im Barnim“
Dieter Gadischke von SOS Rassismus und Augusto Jone Munjungo vom Palanca e.V. geben einen Workshop, in dem sie über rassistische Kontinuitäten im Barnim berichten und gemeinsam mit den Teilnehmer:innen über Möglichkeiten des antirassistischen Widerstandes nachdenken. [Dauer ca. 3,5h, max. 15 Teilnehmer:innen. Anmeldung erwünscht].

Workshop „Bleiberecht, Zugang zum Arbeitsmarkt und Widerstand“
Pierre Vicky Sonkeng Tegouffo und Mustafa Hussien vom Flüchtlingsrat Brandenburg informieren über berufliche Orientierung, aufenthaltsrechtliche Perspektiven außerhalb des Asylverfahrens in Brandenburg und Möglichkeiten des Widerstands bei drohender Abschiebung. [Dauer ca. 3h]

Workshop „Arbeitsrecht, Umgang mit Arbeitsverträgen und Einforderung von Ansprüchen“
mit Mouna von Well‘ come united [Dauer ca. 2h]

Abends können wir gemeinsam klassische und folklorische Musik aus dem Mittelmeer-Raum und Nahost des *Trio Naghams* und einen Mix aus Jazz, Afrobeat und HipHop der Band* Pachakuti* genießen. Eine Hörprobe gibt es hier

Anschließend gibt es Musik vom Band zum Tanzen und Platz am Lagerfeuer.

Sonntag ab 10:00 Uhr

Am Sonntag loten wir gemeinsam aus, welche konkreten Möglichkeiten es im Kampf gegen Abschiebungen und Rassismus im Barnim bzw. Brandenburg gibt.

In einem Erzählcafe stellen sich die beiden mit organisierenden Initiativen ‚Barnim für alle‘ und ‚Bürger:innenasyl Barnim‘ vor. Bei einem lockeren Gespräch haben alle die Möglichkeit, uns kennenzulernen und Fragen zu unserer Arbeit zu stellen.

Workshop/Vortrag – Kampagne„Keine Lager“
Eric Noel aus Brandenburg
Das Leben im Lager bedeutet Menschenrechtsverletzung. Sie müssen abgeschafft werden. Warum und wie wir dagegen kämpfen können, besprechen wir in diesem Workshop. Es gibt schon viele Erfahrungen, aber leider gibt es weiterhin Lager. Lasst uns gemeinsam weiter kämpfen – No Lager! [Dauer ca. 2h, max. 15 Teilnehmende]

Workshop „Handlungsmöglichkeiten bei rassistischer Gewalt und Diskriminierung“
Opferperspektive e.V.

Zum Abschluss des Kongresses teilen die Teilnehmer*innen der Theaterworkshops ihre Prozesse mit uns und der *Zirkus Wuckizucki* präsentiert eine aufregende Show.

Ein detailliertes Programm folgt ….

Corona: Bedingungen für die Teilnahme am AntiRa-Kongress sind der Nachweis Geimpft, Getestet oder Genesen zu sein, die Einhaltung der AHA-Regeln sowie das Tragen einer medizinischen Mund-Nasen-Bedeckung.

Interesse, spontan mit zu organisieren oder uns beim Kongress zu unterstützen?

Wir sind erreichbar unter *arkobar@mail36.net* und freuen uns über viele helfende Hände vor und beim Kongress.

Solidarische Grüße

Der Kongress wird gefördert durch die Partnerschaft für Demokratie Bernau


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