09.11.2020 – Tag des Gedenkens an die Reichspogromnacht in Bernau

„Was habe ich aus meinen bitteren Erfahrungen gelernt?
Ich habe gelernt, dass Hass immer Hass hervorbringt.
Ich habe gelernt, dass wir nicht schweigen dürfen und dass jeder Einzelne von uns gegen das Böse in Gestalt von Rassismus, Diskriminierung, Vorurteilen …
kämpfen muss.“ Sabina Van der Linden-Wolanski geb. Habermann

„Die, die Ausschwitz läutern sind die, die bereit wären es wieder aufleben zu lassen.“ (Primo Levi)

Der 9. November ist der Tag des Gedenkens und Mahnens. Die Reichsprogromnacht im Jahr 1938 stellt den Beginn des Holocaust dar. In den darauffolgenden Jahren wurde millionenfach systematisch jüdisches Leben vernichtet. Dies darf nie wieder geschehen! Dafür tragen wir die Verantwortung.

In schändlicher und provokativer Art und Weise will die AfD-Bernau an diesem Tag ausgerechnet in der Nähe des Mahnmals für die Opfer des Faschismus auf dem Bahnhofplatz „der Opfer des SED-Regimes“ gedenken. Dies ist ein infamer Versuch, die Erinnerungskultur zu vereinnahmen und umzudeuten. U.a. wird Nicolaus Fest, der vor kurzem die Führung der Berliner #noAfD übernommen hat, sprechen. Fest steht dem Flügel um Höcke und Konsorten nahe und setzt ua. den Islam mit dem Nationalsozialismus gleich. Vor kurzem hat Fest in einem unsäglichen Video Muslime und Geflüchtete mit Kampfhunden verglichen – ganz in der Tradition eines Joseph Goebbels, der in seiner Propaganda jüdische Menschen mit Ratten verglich.

Dem stellen wir uns entgegen! Erinnern heisst Handeln. Für eine Welt ohne Antisemitismus und Rassismus. Gegen rechte Umdeutung und Vereinnahmung.

09.11.2020 – 17.00 Uhr Bahnhofsplatz Bernau und von dort geht es individuell weiter zum jährlichen Gedenken des Netzwerk an der Marienkirche und den Stolpersteinen.

Anreise aus Berlin – 16.30 Uhr SBhf Bornholmer Str. – Abfahrt 16.48 Uhr mit der S2

Wir laden ein zum individuellen G E D E N K E N an die Reichspogromnacht und die Verbrechen an jüdischen Menschen am

Montag, 9. November 2020, von 17 bis 18.30 Uhr

Es wird angemeldete Mahnwachen an der Marienkirche und den Stolpersteinen geben. Die Stationen werden musikalische untermalt.
Sie sind eingeladen, in der Kirche die Ausstellungen „Juden in Bernau“ und „Jüdisches Leben im Barnim“
zu betrachten und anschließend eine der vorbereiteten Kerzen zu den Stolpersteinen in der Bürgermeisterstraße zu tragen.

bitte achten Sie entsprechend der aktuellen Verordnung auf das Tragen der Mund-Nasen-Maske und den Abstand von mind. 1,50m bei beiden Veranstaltungen!

Netzwerk für Weltoffenheit Bernau


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