Archiv für November 2017

DEPORTATION CLASS

Kinofilm mit anschließendem Gespräch

Am 28.11.2017 um 19 Uhr
im Kulturbahnhof Biesenthal

Den preisgekrönten Dokumentarfilm „Deportation Class“ finden wir einen guten Anlass, mit euch und Ihnen ins Gespräch zu kommen über das Thema Abschiebungen, die aktuell immer häufiger werden (und auch unsere neuen Biesenthaler_innen betreffen können). Der Film zeigt nüchtern und unkommentiert die verschiedenen Beteiligten und Betroffenen einer Sammelabschiebung, angeführt vom Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern.

Es wird Getränke und kleine Snacks geben.
Der Eintritt ist frei.

Wir freuen uns über zahlreiches Erscheinen!

Eure/ Ihre
Willkommensinitiative Biesenthal

Gedenken zum Todestag von Amadeu Antonio

Mittwoch, 06.12.17
16:00 Uhr
Eberswalder Straße 26, Eberswalde

Am 25.11.17 jährt sich der rassistische Angriff auf Amadeu Antonio zum 27. Mal. Am 6. Dezember 1990 starb Amadeu Antonio Kiowa mit 28 Jahren in Folge des Angriffs. Zum Todestag von Amadeu Antonio ruft die Barnimer Kampagne „Light me Amadeu“ dazu auf, zur Gedenktafel am Ort des Angriffs in der Eberswalder Straße 26 zu kommen. Kerzen und Blumen können gerne mitgebracht werden.

Rassistische Angriffe damals und heute

Ausstellung & Podiumsdiskussion

Samstag, 25.11.17

15:00 Uhr Ausstellungseröffnung

18:00 Uhr Podiumsdiskussion

Aula der HNEE (Schicklerstr. 5 – Haus 6), Eberswalde

Am 25.11.17 jährt sich der rassistische Angriff auf Amadeu Antonio zum 27. Mal. In der Nacht vom 24. auf den 25. November 1990 ziehen rund 50 Neonazis und Rassisten, bewaffnet mit Baseballschlägern und Zaunlatten, durch Eberswalde und machen Jagd auf Schwarze Menschen.
Unter „Deutschland den Deutschen“ Gegröle bewegt sich die Gruppe in Richtung „Hüttengasthof“, zu dieser Zeit die einzige Gaststätte im Ort, in der Nichtdeutsche noch willkommene Gäste sind. Nachdem der Wirt benachrichtigt wird, dass eine Gruppe unterwegs ist, die auf Stress aus ist, schließt er die Gaststätte. Als Amadeu Antonio mit Freunden das Lokal verlässt, laufen sie den bewaffneten Rassisten genau in die Arme.
Viele konnten in dieser Nacht entkommen, Amadeu Antonio wurde von 10 Leuten umringt und niedergeschlagen, ein Angreifer springt mit beiden Füßen auf den Kopf.

Die Afie und die Barnimer Kampagne „Light me Amadeu“ laden zu einer Gedenkveranstaltung in die Räume der HNEE in Eberswalde ein. Die Ausstellung zur Geschichte der angolanischen Vertragsarbeiter in Eberswalde, öffnet ab 15 Uhr. Im Anschluss an die Ausstellungseröffnung wird es eine kurze Lesung über die Vorkommnisse in der Nacht des Angriffs und ein Podiumsgespräch geben. Wir wollen uns über die rassistischen Angriffe und die Stimmung in den 1990er Jahren austauschen und dabei Kontinuitäten bzw. Unterschiede zur heutigen Zeit herausarbeiten. Gäste sind unter anderem ein Zeitzeuge, der die rassistischen Angriffe in Eberswalde Anfang der 90er miterlebt hat, und ein Mitarbeiter des Vereins Opferperspektive e.V. aus Potsdam.

„Zukunft machen wir später“

Am 18.11. liest im Biesenthaler Kulturbahnhof Christiane Rösinger aus ihrem Buch „Zukunft machen wir später“.

Seit September 2015 gibt die Berliner Musikerin und Autorin Christiane Rösinger Deutschunterricht für Geflüchtete. Ihr Kreuzberger Anfänger-Kurs ist Teil einer freien Deutschkurs-Initiative für Menschen, die oft keine anderen Angebote zum Spracherwerb bekommen und die, wie es im Behördenjargon heißt, »keine gute Bleibeperspektive« haben. Aber nicht nur die Kursteilnehmer kämpfen mit trennbaren Verben und »den verdammten drei ›sie‹« der deutschen Sprache, auch Christiane Rösinger hat alle Mühe, das »Lernziel« zu erreichen und sich selbst zu integrieren. Bis das gelingt, schlägt sie sich mit den beiden größten Hindernissen für eine gelingende Integration herum – der deutschen Gesellschaft und der deutschen Grammatik. (mehr…)

Geteilte Geschichte?! – Anregungen aus postkolonialer Perspektive

mit dem tansanischen Aktivisten Mnyaka Sururu Mboro und dem Historiker Christian Kopp von Berlin Postkolonial e.V.

Die Geschichte des deutschen Kolonialismus in Afrika wurde über viele Jahrzehnte hinweg ignoriert, verdrängt und verschwiegen. Heute fordern die Nachfahren der Kolonisierten zunehmend Gehör für ihre eigenen Perspektiven und den kritischen Dialog über die Auswirkungen des Kolonialismus ein.

Am Beispiel der Debatten um Straßennamen, um das Humboldtforum in Berlin, um geraubte rituelle Objekte und menschliche Gebeine z.B. aus Tansania und Namibia wird deutlich, wie nah uns die „alten Geschichten“ sind.

Herzliche Einladung zum Nach- und Vordenken!

Barnim Kampagne „Light me Amadeu“
Evangelische Jugendarbeit Barnim

Samstag, 18. Nov., 19 Uhr
Martin-Luther-Saal, Kirchstraße 7, Eberswalde

Sea-Watch – die Retter im Mittelmeer

Film, Vortrag und Diskussion mit Matthias Kuhnt von Sea-Watch am Freitag 10.11.2017, 19 Uhr

Matthias Kuhnt von Sea-Watch e.V. stellt im Kulturbahnhof die Arbeit der im Barnim gegründeten Seenotrettungsinitiative vor. In einem Vortrag beschreibt er die Arbeit der Retter und erzählt vom Leben und Überleben der Flüchtlinge im Mittelmeer. Im Anschluß an der Vortrag wird der Film „Am Limit“ gezeigt, der über die Arbeit der Initiative gedreht wurde.

Seit Gründung der Organisation 2015 konnte die Sea-Watch Flotte in der Ägäis und auf dem zentralen Mittelmeer bereits über 35.000 Menschenleben retten. Mit der 55 Meter langen und 500 Tonnen schweren “Sea-Watch 3” verfügt die Organisation nun erstmals über ein Schiff, das zu jeder Jahreszeit sicher operieren kann – 500 Tonnen Stahl gegen das Sterben auf dem Mittelmeer. (mehr…)