Erklärung des Vernetzungstreffen der Barnimer Willkommensinitiativen (28. Februar 2016)

Für eine menschenwürdige Unterbringung der Flüchtlinge in Bernau!

Die Barnimer Willkommensinitiativen begrüßen ausdrücklich die Aufnahme Schutz suchender Menschen im Barnim.

Noch immer leben viele Flüchtlinge in sogenannten Übergangswohnheimen, Wohnverbünden und Notunterkünften. Sie wohnen dort in sehr beengten Verhältnissen ohne Privatsphäre. Diese Form der Unterbringung sorgt für Stress, macht krank, verstärkt und führt zu weiteren Traumatisierungen. Wir fordern daher eine schnellstmögliche dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen in Wohnungen. Dabei sollte es selbstverständlich sein, dass den bei uns Schutz suchenden Menschen genauso viel Wohnraum zugestanden wird, wie den Menschen mit deutscher Staatsbürgerschaft.

Der Landkreis Barnim plant noch in diesem Jahr den Neubau eines Übergangswohnheimes in Bernau-Waldfrieden für noch einmal 200 Menschen. Wir fordern stattdessen den Einstieg in den Bau von Sozialwohnungen, denn für Flüchtlinge und Menschen mit deutscher Staatsbürgerschaft fehlt es in Bernau an bezahlbarem Wohnraum. Hier erwarten wir auch ein Engagement der stadteigenen Wohnungsbaugesellschaft WOBAU.

Ergänzend dazu könnte der Landkreis kleinere Übergangswohnheime bauen. Diese sollten aufs Stadtgebiet verteilt werden und deutlich zentraler gelegen sein als Bernau-Waldfrieden. In diesem Zusammenhang weisen wir wiederholt darauf hin, dass der Landkreis mehrere geeignete Baugrundstücke in Bernau besitzt, z.B. im Schönfelder Weg, in der Maßliebchenstraße und in der Ladeburger Chaussee.

Am 28. Februar trafen sich in Bernau Mitglieder zahlreicher Willkommensinitiativen aus dem Barnim um sich auszutauschen und weiterzubilden. Eines der Themen war dabei die Unterbringungssituation für die Flüchtlinge in Bernau. Diese Erklärung wurde von allen Anwesenden verabschiedet.


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