Veranstaltung: Die Identitäre Bewegung als Akteur der „Neuen Rechten“

Die radikale Rechte jenseits der NPD hat sich in den letzten Jahren neu aufgestellt. Angestrebt wird eine Modernisierung des rechten Lagers ─ weg von der Orientierung am Nationalsozialismus hin zu einem zeitgemäßeren völkischen Nationalismus. Gemeinsames Feindbild und Kampagnenthema sind Zuwanderer, die Deutschland und Europa gefährden würden; überwunden werden sollen jedoch auch Liberalismus, Universalismus und Gleichheitsprinzip. Dabei nutzen die „Neuen Rechten“ linke Aktionsformen, machen mit dem geschickten Einsatz von sozialen Medien, provokanten und spektakulären Aktionen auf sich aufmerksam. (mehr…)

Film DEPORTATION CLASS in Bernau, Wandlitz und Eberswalde

Den preisgekrönten Dokumentarfilm „Deportation Class“ zeigt nüchtern und unkommentiert die verschiedenen Beteiligten und Betroffenen einer Sammelabschiebung, angeführt vom Innenminister Mecklenburg-Vorpommerns. Für uns ein Anlass ins Gespräch zu kommen über das Thema Abschiebungen, die aktuell immer häufiger werden.

Die nächsten Termine:

Wandlitz, 23.01.2018, 18 Uhr, Übergangswohnheim, Bernauer Chaussee 26 !!!FÄLLT LEIDER AUS!!!

Angermünde, 30.01.2018, 18 Uhr, Laden Wildblume, Brüderstr. 5

Eberswalde, 02.02.2018, 19:15 Uhr, Luthersaal im ev. Gemeindehaus, Kirchstr. 6

DEPORTATION CLASS

Kinofilm mit anschließendem Gespräch

Am 28.11.2017 um 19 Uhr
im Kulturbahnhof Biesenthal

Den preisgekrönten Dokumentarfilm „Deportation Class“ finden wir einen guten Anlass, mit euch und Ihnen ins Gespräch zu kommen über das Thema Abschiebungen, die aktuell immer häufiger werden (und auch unsere neuen Biesenthaler_innen betreffen können). Der Film zeigt nüchtern und unkommentiert die verschiedenen Beteiligten und Betroffenen einer Sammelabschiebung, angeführt vom Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern.

Es wird Getränke und kleine Snacks geben.
Der Eintritt ist frei.

Wir freuen uns über zahlreiches Erscheinen!

Eure/ Ihre
Willkommensinitiative Biesenthal

Gedenken zum Todestag von Amadeu Antonio

Mittwoch, 06.12.17
16:00 Uhr
Eberswalder Straße 26, Eberswalde

Am 25.11.17 jährt sich der rassistische Angriff auf Amadeu Antonio zum 27. Mal. Am 6. Dezember 1990 starb Amadeu Antonio Kiowa mit 28 Jahren in Folge des Angriffs. Zum Todestag von Amadeu Antonio ruft die Barnimer Kampagne „Light me Amadeu“ dazu auf, zur Gedenktafel am Ort des Angriffs in der Eberswalder Straße 26 zu kommen. Kerzen und Blumen können gerne mitgebracht werden.

Rassistische Angriffe damals und heute

Ausstellung & Podiumsdiskussion

Samstag, 25.11.17

15:00 Uhr Ausstellungseröffnung

18:00 Uhr Podiumsdiskussion

Aula der HNEE (Schicklerstr. 5 – Haus 6), Eberswalde

Am 25.11.17 jährt sich der rassistische Angriff auf Amadeu Antonio zum 27. Mal. In der Nacht vom 24. auf den 25. November 1990 ziehen rund 50 Neonazis und Rassisten, bewaffnet mit Baseballschlägern und Zaunlatten, durch Eberswalde und machen Jagd auf Schwarze Menschen.
Unter „Deutschland den Deutschen“ Gegröle bewegt sich die Gruppe in Richtung „Hüttengasthof“, zu dieser Zeit die einzige Gaststätte im Ort, in der Nichtdeutsche noch willkommene Gäste sind. Nachdem der Wirt benachrichtigt wird, dass eine Gruppe unterwegs ist, die auf Stress aus ist, schließt er die Gaststätte. Als Amadeu Antonio mit Freunden das Lokal verlässt, laufen sie den bewaffneten Rassisten genau in die Arme.
Viele konnten in dieser Nacht entkommen, Amadeu Antonio wurde von 10 Leuten umringt und niedergeschlagen, ein Angreifer springt mit beiden Füßen auf den Kopf.

Die Afie und die Barnimer Kampagne „Light me Amadeu“ laden zu einer Gedenkveranstaltung in die Räume der HNEE in Eberswalde ein. Die Ausstellung zur Geschichte der angolanischen Vertragsarbeiter in Eberswalde, öffnet ab 15 Uhr. Im Anschluss an die Ausstellungseröffnung wird es eine kurze Lesung über die Vorkommnisse in der Nacht des Angriffs und ein Podiumsgespräch geben. Wir wollen uns über die rassistischen Angriffe und die Stimmung in den 1990er Jahren austauschen und dabei Kontinuitäten bzw. Unterschiede zur heutigen Zeit herausarbeiten. Gäste sind unter anderem ein Zeitzeuge, der die rassistischen Angriffe in Eberswalde Anfang der 90er miterlebt hat, und ein Mitarbeiter des Vereins Opferperspektive e.V. aus Potsdam.

„Zukunft machen wir später“

Am 18.11. liest im Biesenthaler Kulturbahnhof Christiane Rösinger aus ihrem Buch „Zukunft machen wir später“.

Seit September 2015 gibt die Berliner Musikerin und Autorin Christiane Rösinger Deutschunterricht für Geflüchtete. Ihr Kreuzberger Anfänger-Kurs ist Teil einer freien Deutschkurs-Initiative für Menschen, die oft keine anderen Angebote zum Spracherwerb bekommen und die, wie es im Behördenjargon heißt, »keine gute Bleibeperspektive« haben. Aber nicht nur die Kursteilnehmer kämpfen mit trennbaren Verben und »den verdammten drei ›sie‹« der deutschen Sprache, auch Christiane Rösinger hat alle Mühe, das »Lernziel« zu erreichen und sich selbst zu integrieren. Bis das gelingt, schlägt sie sich mit den beiden größten Hindernissen für eine gelingende Integration herum – der deutschen Gesellschaft und der deutschen Grammatik. (mehr…)