Für mehr Menschlichkeit

80 Menschen auf der Seebrücken-Kundgebung in Biesenthal

Am 6. Juli demonstrierten fast 40.000 Menschen in 100 Städten für sichere Wege nach Europa und gegen die Behinderung und Kriminalisierung der zivilen Seenotrettung im Mitelmeer. Auch in Biesenthal versammelten sich 80 Menschen um 19 Uhr zu einer Kundgebung am Bahnhof. Unter den zahlreichen BiesenthalerInnen fanden sich aber auch Menschen aus umliegenden Orten und auch einige Menschen die selber vor ein paar Jahren den gefahrvollen Weg in seeuntauglichen Booten über das Mittelmeer nehmen mussten. Einen musikalischen Beitrag leisteten mehrere LiedermacherInnen die anschliessend auch ein Konzert im Biesenthaler Kulturbahnhof gaben. Kinder und Jugendliche vom Kinderzirkuscamp „WuckiZucki“ visualisierten mit einer Zirkusperformance das Anliegen der Veranstaltung. (mehr…)

Auswertung rechter Aktivitäten 2018 im Barnim

Quelle: Antifa Recherche Ostbrandenburg

Wenn wir an das Jahr 2018 zurückdenken schweifen die Gedanken schnell in die Ferne – Chemnitz und Köthen sind noch immer präsent, in Brandenburg denkt man eher an das ewige Problemkind Cottbus als den Barnim. In Hinblick auf rechte Events fand im Barnim tatsächlich wenig statt, eine Abkehr von rechter Straßenpolitik und Hegemoniebestrebungen ist darin jedoch nicht zu sehen. Menschen die nicht der neonazistischen Ideologie entsprechen oder von rechts bis in die Mitte hinein als Verursacher gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Übel ausgemacht werden erleben tagtäglich Beleidigungen, Anfeindungen und Übergriffe. Diese Vorfälle öffentlich zu machen, in den gesellschaftlichen und politischen Kontext einzuordnen ist wichtiger Bestandteil antifaschistischer Arbeit. Nur so kann zwischen Jahren verglichen werden, nur so kann Bewiesen werden, dass wenig (extrem) rechte Strukturen nicht auch wenig Übergriffe bedeutet. Die gleichzeitige Präsenz der rechtskonservativ bis völkischen-nationalen AfD durch „Minievents“ wie Stammtische und Infostände tut ihr übriges. (mehr…)

Weil ein Albaner einen Schokoriegel aß, steuerte der Busfahrer die nächste Polizeiwache an

Das „Neue Deutschland“ berichtet in einem Artikel über einen Vorfall in einem Bus der Barnimer Busgesellschaft. Weil ein Geflüchteter einen Schokoriegel aß, kam es zu einem kurzen Wortwechsel mit dem Busfahrer. Daraufhin fährt der Busfahrer direkt zur Polizei, sperrt die Fahrgäste ein und läßt den Fahrgast von der Polizei aus dem Bus holen. Die Polizei meint dazu: „Beim betroffenen Fahrgast erwuchs das Gefühl, dass er aufgrund seiner Herkunft reglementiert werden sollte“. Konsequenzen hat das keine. Landkreis und Barnimer Busgesellschaft können keinen Rasssmus erkennen.

Seenotrettung ist kein Verbrechen!

Bundesweite Demonstrationen am 06.07.19 für die Rechte von Geflüchteten und #freecarola

Kundgebung, Bahnhof Biesenthal, 19 Uhr

Carola Rackete, die Kapitänin der Sea Watch, hat den Notstand an Bord der Sea-Watch 3 ausgerufen und ist nach über zweiwöchiger Hängepartie auf eigene Faust in italienische Gewässer gefahren. Carola Rackete machte das einzig Richtige: Sie rettete Leben, bewies Haltung und verteidigte die Menschenrechte. Das können und müssen wir auch tun und deswegen rufen wir am 06.07. zu bundesweiten Demos für die Rechte von Geflüchteten und #freecarola! auf. (mehr…)

Stelen sollen an Zwangsarbeiterlager erinnern

In der letzten Woche sind in Wukania im Rahmen eines Jugendaustausches mit tschechischen SchülerInnen sieben Stelen entstanden, die an die Zwangsarbeit während der Nazi-Zeit in Biesenthal erinnern sollen. Dazu erschien ein Artikel in der Märkischen Oderzeitung. Teil des Projektes war auch die Erstellung eines Filmes von Jugendlichen der Freien Naturschule Biesenthal mit Interviews zweier ehemaliger tschechischer Zwangsarbeiter.

Von „nur unfreundlich“ bis mörderisch

Zunahme rassistischer Anfeindungen im Barnim ist besorgniserregend

Neue Chronik von SOS Rassismus Barnim

Seit 2015 dokumentieren Aktive des Afrikanischen Kulturvereins Palanca e.V., der Barnimer Kampagne „Light me Amadeu“ sowie der Vernetzung Barnimer Willkommensinitiativen rechtsextreme und rassistische Vorfälle im Landkreis Barnim. „Wir sind uns bewusst, dass wir nur einen Teil des Phänomens abbilden können, die meisten Vorfälle werden uns nicht bekannt. Dennoch trägt unsere Recherche dazu bei, den Beschwichtigungen und Abwiegelungen des Problems etwas entgegen zu setzen“, so Augusto Jone Munjunga, Vorsitzender von Palanca e.V. (mehr…)



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