#unteilbar- Film „Wildes Herz“ 7.12. Biesenthal

Wie ist es, in der Provinz großzuwerden oder zu leben und die Nazis
haben das Land fest in der Hand?

Die Initiative „Barnim für alle“ lädt zum Filmabend,

7.12., Kulturbahnhof Biesenthal

Einlass 18:30 mit Snacks und Geplauder

19:00 Film „Wildes Herz“ (Dokumentarfilm 2017/ 90 min/ FSK 12)

anschließend Filmgespräch

Eintritt frei, Spenden erbeten.
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#Eberswalde unteilbar

Eberswalde unteilbar

Für ein offenes und freies Eberswalde – Solidarität statt Ausgrenzung!

Es findet eine dramatische politische Verschiebung statt: Rassismus und Menschenverachtung werden gesellschaftsfähig. Was gestern noch undenkbar war und als unsagbar galt, ist kurz darauf Realität. Humanität und Menschenrechte, Religionsfreiheit und Rechtsstaat werden offen angegriffen. Es ist ein Angriff, der uns allen gilt.
Wir lassen nicht zu, dass Sozialstaat, Flucht und Migration gegeneinander ausgespielt werden. Wir halten dagegen, wenn Grund- und Freiheitsrechte weiter eingeschränkt werden sollen.
Das Sterben von Menschen auf der Flucht nach Europa darf nicht Teil unserer Normalität werden. Europa ist von einer nationalistischen Stimmung der Entsolidarisierung und Ausgrenzung erfasst. Kritik an diesen unmenschlichen Verhältnissen wird gezielt als realitätsfremd diffamiert.
Auch am 03. November versucht ein AfD-Bündnis wieder durch Eberswalde zu ziehen und ihren Hass zu verbreiten.

Nicht mit uns – Wir halten dagegen!
Wir treten für eine offene und solidarische Gesellschaft ein, in der Menschenrechte unteilbar, in der vielfältige und selbstbestimmte Lebensentwürfe selbstverständlich sind. Wir stellen uns gegen jegliche Form von Diskriminierung und Hetze.
Wir sind jetzt schon viele, lasst uns laut, bunt und friedlich deutlich machen, dass wir für eine offene Stadt sind und in Eberswalde Hass und Hetze keinen Platz haben.

Gemeinsam werden wir die solidarische Gesellschaft sichtbar machen! Am 03. November wird von Eberswalde ein klares Signal ausgehen.

#unteilbar Für eine offene und freie Gesellschaft – Solidarität statt Ausgrenzung
Demonstration: 03. November 2018 – 13:00 Uhr am Bahnhofsvorplatz
Kundgebung: 03. November 2018 – 14:00 Uhr am Kirchhang Eberswalde

Für ein Europa der Menschenrechte und der sozialen Gerechtigkeit!
Für ein solidarisches und soziales Miteinander statt Ausgrenzung und Rassismus!
Für das Recht auf Schutz und Asyl – Gegen die Abschottung Europas!
Für eine freie und vielfältige Gesellschaft!
Unsere Alternative heißt Solidarität!

Herz statt Hetze!

Wann: Samstag, 27. Oktober, ab 15:30 Uhr

Wo: Bahnhofstraße, an der Alten Post, Bernau

Das Netzwerk für Weltoffenheit Bernau und viele Unterstützer laden wieder zu einer Kundgebung ein.

Wir wollen nicht denen unsere Straßen und Plätze überlassen, die immer wieder zu Hass und Gewalt aufrufen.

Wir stehen für Menschlichkeit, Solidarität und Toleranz.

Kommen Sie deshalb am Samstag, dem 27. Oktober, ab 15:30 Uhr zum Bernauer Bahnhofsvorplatz zu einer Kundgebung der Freundlichkeit mit Ideenreichtum, Musik, Texten und Transparenten.

Wir freuen uns auf anregende Gespräche und spannende Begegnungen.

FÜR SOLIDARITÄT STATT AUSGRENZUNG!
Aufruf als pdf-Datei

Deserteure und Verweigerer aus Syrien und Eritrea berichteten

Etwa 45 Menschen kamen am Abend des 12. Oktober am Bernauer Deserteurdenkmal zusammen. Anlass war das 20jährige Jubiläum des Denkmals. Die anwesenden gedachten den Deserteuren und Verweigerern die ihren Mut mit dem Tod bezahlen mussten, z.B. an die tausenden ermordeten Wehrmachtsdeserteure. Am Ende der kurzen Rede hiess es: „Heute möchten wir uns bei allen Deserteuren und Verweigerern bedanken für ihren Mut und für ihren Beitrag zum Frieden. Wir wollen der Menschen gedenken, die ermordet wurden, weil sie sich dem Krieg verweigerten. Und wir wollen unsere Solidarität zeigen mit Menschen, die sich auch heute noch mit Desertion und Verweigerung dem Krieg entziehen.“
So waren mehrere Deserteure und Verweigerer aus Eritrea anwesend, die als Flüchtlinge nach Deutschland kamen und zur Zeit in Bernau leben. Auch darauf wurde in der Rede eingegangen: „Für uns ist es selbstverständlich, dass wir den Geflohenen beistehen. Wir versuchen sie zu schützen vor der Bedrohung durch Nazis und AFD aber auch vor der Abschiebemaschinerie des deutschen Staates. Einige die heute hier stehen, können das nur, weil Menschen sie in den Morgenstunden versteckt haben, weil sie vor Angst im Wald statt im Übergangswohnheim schliefen oder weil Kirchgemeinden ihnen Asyl gewährt haben.“
Für Musik sorgte der Bernauer Desbele Michael. Der eritreischer Kriegsdienstverweigerer spielte auf der Krar einem in Äthiopien und Eritrea verbreiteten Zupfinstrument.
Anschliessend gab es einen Gesprächsabend im Klub am Steintor. Dort berichteten Taha Sif Eddin aus Eberswalde und Mieraf Berhane und Merhawi Tekleab aus Bernau, was es bedeutet, Krieg (in Syrien und Eritrea) zu erleben, sich diesem zu entziehen, dafür ins Gefängnis geworfen zu werden, aus seiner Heimat fliehen zu müssen, in der Sahara und im Schlauchboot auf dem Mittelmeer also an den Mauern der Festung Europa wieder um das eigene Leben zu fürchten zu.

Artikel in der Märkischen Oderzeitung

Versagt die Justiz im Kampf gegen rechten Terror?

Wissenschaftliche Analyse von Defiziten bei den Ermittlungen zum NSU-Komplex.

Auch nach der Urteilsverkündung im NSU-Prozess im Juli dieses Jahres gibt es mehr Fragen als Antworten zum NSU-Komplex. Das Netzwerk des NSU, die Rolle und das Wissen staatlicher Behörden und die Auswirkungen der Taten und der rassistisch geführten Ermittlungen für die Geschädigten und Angehörigen der Ermordeten waren kaum Gegenstand. Dass dem so ist, liegt zu großen Teilen in der Verantwortung der Bundesanwaltschaft. Als oberste Strafverfolgungsbehörde hatte sie im NSU-Prozess eine äußerst wichtige Rolle inne. Sie vertrat zum einen die Bundesrepublik Deutschland als Geschädigte des NSU, zum anderen die Anklage und leitete die Ermittlungen.

Die Autorinnen Isabella Greif und Fiona Schmidt diskutieren am Beispiel der Ermittlungen zum NSU-Komplex und dem Oktoberfestattentat, welche strukturellen Defizite den staatsanwaltschaftlichen Umgang mit rechter und rassistischer Gewalt prägen und welche Kontinuitäten sich daraus ergeben.

Die Veranstaltung findet am 18.10 ab 19:00 im Bürgerbildungszentrum Amadeu Antonio, Beratungszimmer in Eberswalde statt.

240.000 Menschen auf #unteilbar-Demo


CC-BY 4.0. unteibar.org Stephan Guerra

240.000 Menschen haben gestern in Berlin gegen Rechts und für eine offene und freie Gesellschaft demonstriert. Auch aus dem Barnim ist eine Gruppe von Flüchtlingen und Alteingessesen gemeinsam zur Demonstration gefahren und hat dann dort im Block der Seebrücken-Kampagne für sichere Fluchtwegen nach Europa demonstriert. Einige hatten dabei die Möglichkeit einem Fernsehteam des RBB kurze Interviews zu geben. Das Ergebnis gibt es hier bei „Brandenburg Aktuell“ zu sehen.



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