Zum Tod von Elyas – Erinnerung und Spendenaufruf

Barnim für alle, 17.09.2021

Elyas aus Lichterfelde-Buckow, aufgewachsen in Eritrea, ist tot. Wir wissen nicht viel über sein Leben und auch wenig über seinen Tod. Wir gehen davon aus, dass er sich das Leben nehmen wollte. Seine Geschichte macht uns sehr traurig. Er hatte schon lange psychische Probleme, zu denen die gefährliche Flucht, der erlebte Rassismus im Deutschland und die Lebenssituation als Geflüchteter im Heim zumindest beigetragen haben. Wir wollen von ihm erzählen, um die Themen psychische Probleme, Depression, Trauma und Suizidalität bei Geflüchteten sichtbar und besprechbar zu machen.
Und wir sammeln Spenden für die Familie von Elyas, die ihn in Eritrea bei seiner Mutter würdig bestatten wollen und dafür etwa 8.000 Euro benötigen.

Spendenkonto Barnim für alle
IBAN: DE 78 1705 2000 1110 0262 22
Sparkasse Barnim
Verwendungszweck: Elyas
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Programm AntiRa-Kongress 10.09.21 – 12.09.21

Freitag

16 Uhr Ankommen

17 Uhr Kurzfilm aus der Reihe „Baseballschlägerjahre“ mit anschließendem Gespräch mit Mustafa Hussien von Barnim für alle

18 Uhr Dokumentarfilm „Die vergessenen Migrant:innen“ mit anschließendem Gespräch mit dem Regisseur Richard Djimeli Fouofié (mehr…)

Der vermisste Geflüchtete ist tot!

Wie wir erfahren haben, ist der vermisste Geflüchtete aus Buckow am Dienstag tot im Werbelinsee aufgefunden worden. Unser Mitgefühl gilt seinen Angehörigen und Freund*innen.

MOZ-Artikel

Verletzter Mann weiterhin vermisst – Bitte um Mithilfe!

Pressemitteilung „Barnim für alle“, 04.09.2021

Bitte helft bei der Suche nach einem Verletzten!

Ein dreißigjähriger Mann in einer psychischen Krise hatte sich am Mittwoch abend in Lichterfelde- Buckow bei Eberswalde wahrscheinlich selbst verletzt. Beim Eintreffen der Polizei sprang er panisch aus dem Fenster der Geflüchteten-Unterkunft, in der er lebte, und wurde seitdem nicht wieder gefunden. Die polizeilichen Mittel zur Suche seien nun nach zwei Tagen erschöpft, schreibt die Polizeidirektion Ost.

Da er wahrscheinlich stark blutete und seit nun drei Nächten verschwunden ist, ist die antirassistische Gruppe „Barnim für alle“ sehr besorgt und ruft dazu auf, ihm unbedingt medizinische Hilfe zu vermitteln, wenn ihn jemand sieht. Vor der Polizei hat er möglicherweise Angst, deshalb wäre Notarzt ggf. die bessere Option. Der gesuchte Mann heißt Elyas und kommt aus Eritrea. In der Suchmeldung der Polizei gibt es ein Foto und weitere Hinweise.

Elyas H aus Lichterfelde-Buckow

Quellen u.a.:
MOZ
Bernau Live

Barnim für alle

Antira-Kongress Bernau 10.-12.09.2021

Liebe Verbündete im antirassitischen Kampf und Engagement,

nicht erst die Black-Lives-Matter-Bewegungen in Deutschland 2020 und 2021 haben gezeigt, dass es Bedarf und Motivation von BIPOC und Migrant*innen für die Mitgestaltung der gemeinsamen gesellschaftlichen Lebensbedingungen gibt. Schon seit den 1990er Jahren engagieren sich migrantische Selbstorganisationen, dessen Perspektiven häufig übersehen und die zu wenig mit einbezogen werden.

Der AntiRa-Kongress erstreckt sich über drei Tage und findet je nach Coronalage vor und im Dosto in Bernau (Breitscheidstr. 43c – Kulturhof) statt. Der Kongress ist eine Zusammenarbeit des biF e.V. mit lokalen politischen Initiativen wie „Barnim für Alle“ und dem „Bürger*innenasyl Barnim“ und soll die Sichtbarkeit vorhandener politischer und antirassistischer Akteur:innen im Barnim und Brandenburg fördern, Möglichkeiten der demokratischen Partizipation und Selbstorganisation im Kampf gegen Rassismus und (extrem) rechte Einstellungen erörtern und jungen Menschen mit und ohne Flucht- und/oder Rassismuserfahrung Wege aufzeigen, gemeinsam die eigenen Lebensbedingungen und die Gesellschaft aktiv mitzugestalten. (mehr…)

30 Kundgebungsteilnehmer*innen vor dem Bernau Amtsgericht

30 Menschen beteiligten sich an der gestrigen Kundgebung vor dem Amtsgericht Bernau. Unter dem Motto „Solidarität zeigen – Gemeinsam gegen Rasismus!“ begleitete die Kundgebung ein Strafverfahren gegen einen Mann aus Biesenthal der dort in den letzten Jahren immer wieder einen dunkelhäutigen Biesenthaler beleidigt, bedroht und angegriffen hat. Das Gerichtsverfahren ist nach eineinhalb Stunden vorläufig eingestellt worden, denn dem Angeklagten droht in einem anderen Gerichtsverfahren eine Haftstrafe. Diese Strafe würde deutlich höher ausfallen als bei dem gestrigen Verfahren zu erwarten war und dass führt im deutschen Rechtssystem nun zu der Aussetzung.